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Chronik √Ėsterreich

Jeder Vierte zweifelt den vom Menschen verursachten Klimawandel an

Umfrage mit 1000 Befragten im Auftrag der Allianz-Versicherung mit erstaunlichen Ergebnissen.

11/17/2021, 12:32 PM

Die √Ėsterreicher und √Ėsterreicherinnen sehen den Klimawandel als gr√∂√üte Bedrohung ihrer Zukunft an.

61 Prozent gaben bei einer Befragung, die das Market-Institut im Auftrag der Allianz √Ėsterreich durchgef√ľhrt hat, an, dass sie die Erderw√§rmung als gr√∂√ütes Risiko sehen. Auf Platz zwei der Bedrohungen kommt erst mit Abstand das Fl√ľchtlingsthema (29 Prozent).

24 Prozent, also fast jeder vierte Befragte, sieht den Klimawandel √ľbrigens nicht vom Menschen verursacht, mehr als zwei Drittel (69 Prozent) sehen das schon so. Drei Prozent finden, dess es gar keinen Klimawandel gebe.

‚ÄěDer Klimawandel ist im Alltag der Menschen wirklich angekommen‚Äú, sagte Allianz-CEO R√©mi Vrignaud bei der Pr√§sentation.

Bei den Geschlechtern haben klar die Frauen ein gr√∂√üeres Bewusstsein f√ľr Klimaschutz. 63 Prozent der weiblichen Befragten sahen die Erderw√§rmung demnach auch als gr√∂√üte Gefahr, bei den M√§nnern waren es 59 Prozent. Tats√§chlich pers√∂nlich betroffen vom Klimawandel f√ľhlten sich bisher aber nur 39 Prozent.

Viel Pessimismus

Insgesamt sahen die Befragten den Kampf gegen die Erderw√§rmung extrem pessimistisch. Nur etwas mehr als einer von zehn √Ėsterreichern (12 Prozent) hielt etwa die Erreichung des Klimaziels von einer Erw√§rmung unter zwei Grad noch f√ľr realistisch. Besonders gering war dieser Wert bei den √ľber 30-J√§hrigen, etwas optimistischer waren die Jungen unter 30 Jahren mit 22 Prozent.

Die Hauptakteure im Kampf gegen den Klimawandel sahen die meisten Befragten in der Politik (30 Prozent), der Wirtschaft (22 Prozent) und der Industrie (18 Prozent). Diesen Playern wurde jedoch ein √§u√üerst schlechtes Zeugnis ausgestellt. Nicht einmal jeder F√ľnfte h√§lt etwa die getroffenen Ma√ünahmen f√ľr effektiv, ebenso wenige empfinden diese als glaubw√ľrdig. Nur 16 Prozent glaubten versprochenen politischen Ma√ünahmen wie neuen Klimaschutzgesetzen. ‚ÄěEs gibt einen gro√üen Vertrauensverlust‚Äú, sagte Werner Beutelmeyer, Vorstand des Market-Instituts. Den gr√∂√üten Zuspruch, die Klima-Probleme zu l√∂sen, erhielten mit 30 Prozent die NGOs.

Falls individuelle Klimaschutzma√ünahmen gesetzt werden, so machen dies vor allem Frauen: Sie haben bei der konsequenten M√ľlltrennung, der Vermeidung von Plastikverpackungen, dem Einkauf von Bioprodukten und der Nutzung der √Ėffis zum Teil deutlich die Nase vorne.

Die Umfrage wurde vom Market-Institut im Auftrag der Allianz √Ėsterreich als Online-Befragung durchgef√ľhrt. Befragt wurden 1.000 Personen repr√§sentativ f√ľr die √∂sterreichische Bev√∂lkerung ab 16 Jahren.

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