Seilbahnvorstand Günther Zangerl sieht Probleme in der Rechtslage

© Kurier/Kurier/Bildagentur Muehlanger

Chronik Österreich
12/22/2020

Ischgl verschiebt Pistenstart auf den Jänner

Die Lifte im Tiroler Skiort stehen über die Weihnachtsfeiertage still. Für Einheimische öffnen kleine Skigebiete im Tal.

von Christian Willim

Ischgl wird den Skibetrieb erst im Jänner starten. Das gaben die Vorstände der Silvretta Seilbahn AG am Dienstagabend bekannt. Damit bleibt eines der größten und bekanntesten Skigebiete Österreichs über die Weihnachtsfeiertage auch für die Einheimischen und Tagesgäste geschlossen.

Für sie öffnen im Paznauntal ab 24. Dezember jedoch die Wintersportorte See und Kappl ihre Skigebiete. In Ischgl, das im März zum Corona-Hotsport wurde, sind an Spitzentagen über 20.000 Wintersportler im Skigebiet unterwegs. Kapazitäten, die weit über den Bedarf der Einheimischen im Paznauntal und der Region hinausgehen.

Österreichs Seilbahnbetreiber haben sich eigentlich zu einer Öffnung der Pisten bekannt, sobald diese rechtlich möglich ist. Auch wenn das aufgrund der geschlossenen Hotellerie und den Reisewarnungen in diese Corona-Winter nur den Einheimischen zu Gute kommt.

Wackeliger Start

Bis zuletzt gab es ein Ringen darum, unter welchen Auflagen der Pistenstart erfolgen kann. Zwischenzeitlich stand er vollkommen auf der Kippe. Am 24. Dezember werden nun die meisten Skigebiete - teilweise mit abgespecktem Angebot - unter verschärften Auflagen öffnen.

So müssen etwa in Gondeln, Kabinen und abgedeckten Sesselliften FFP-2-Masken getragen werden. Take-away am Berg wird untersagt.

 

In Ischgl bleibt nun alles zu. "Aufgrund der verschärften österreichweiten Corona-Maßnahmen und unterschiedlicher Regelungen auf Schweizer Seite kann der grenzüberschreitende Skibetrieb von Ischgl in das schweizerische Samnaun vorerst noch nicht stattfinden, denn für die Verantwortlichen haben Gesundheits- und Sicherheitsstandards absoluten Vorrang", hieß am Dienstag in einer Aussendung.

Man wolle "keine Schlupflöcher zulassen" und bleibe "bewusst geschlossen", erklärten Markus Walser und Günther Zangerl, die Vorstände der Silvrettaseilbahn AG, ihren Schritt. "Die unterschiedlichen Vorschriften in Österreich und der Schweiz sprechen derzeit gegen eine Öffnung unseres grenzüberschreitenden Skigebiets."

 

 

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