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Chronik Österreich
10/04/2019

Insolventer Autozulieferer Rupert Fertinger: Sanierungsplan abgesegnet

Die Gläubiger erhalten eine Quote in Höhe von 20 Prozent, dafür müssen rund 2,8 Millionen Euro in die Hand genommen werden.

von Kid Möchel, Dominik Schreiber

Der Sanierungsplan für den Autozulieferer Rupert Fertinger GmbH mit Sitz in Wolkersdorf, Bezirk Mistelbach, in Niederösterreich ist am Freitagvormittag im Landesgericht Korneuburg von den Gläubigern angenommen worden. Vorgesehen ist eine Quote von 20 Prozent. Forderungen von 14 Millionen Euro wurden anerkannt, teilte der KSV1870 nach der Tagsatzung in einer Aussendung mit. Das heißt, für die Quote müssen insgesamt 2,8 Millionen Euro in die Hand genommen werden.

Die Annahme des Sanierungsplans durch die Gläubiger erfolgte nach Angaben des KSV1870 "mit überwältigender Mehrheit". Eine Barquote in Höhe von 8,75 Prozent ist bis 8. November beim Insolvenzverwalter zu hinterlegen. 5,75 Prozent sind binnen eines Jahres, weitere 5,5 Prozent innerhalb von zwei Jahren zu zahlen.

"Die Finanzierung der ersten Teilquote ist nur durch Mittelzufuhr seitens eines namentlich nicht genannten Investors realisierbar", erklärt der KSV. Die weiteren Quoten sollen aus dem Fortbetrieb erwirtschaftet werden. Angemeldet wurden von etwa 235 Gläubigern und 170 Mitarbeitern Forderungen in Höhe von 25 Millionen Euro.

Das Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung war am 15. Mai 2019 eröffnet worden. Im Sanierungsplan sei die Fortführung mit dem gesamten Personal an den beiden Standorten Wolkersdorf und Neusiedl a.d. Zaya vorgesehen, hieß es seitens der Rupert Fertinger GmbH unmittelbar nach Bekanntgabe der Insolvenz.

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