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Chronik Österreich
12/10/2021

Hohe Lawinengefahr und wechselhaftes Wetter am Wochenende

Teils herrscht Lawinenwarnstufe 4. Zu Wochenbeginn kommt eine Warmfront.

Nach den starken Schneefällen herrscht in Teilen Österreichs beträchtliche Lawinengefahr. In den meisten Bundesländern, darunter auch in den Ybbstaler Alpen, im Gippel-Göllergebiet und in der Rax-Schneebergregion in Niederösterreich jeweils oberhalb von 1.500 Metern, herrscht Lawinenwarnstufe 3 auf der fünfteiligen Skala.

Gefahrenstufe 4 gil unter anderem im Westen Tirols von der Silvretta über die Arlbergregion bis in die Lechtaler Alpen, in Vorarlberg im Rätikon und in der Silvretta oberhalb von 2.000 Metern und in Kärnten in der Kreuzeckgruppe, den Karnischen Alpen und den Gailtaler Alpen.

 

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Abseits gesicherter Pisten bestehe eine heikle Lawinensituation, betonte der Lawinenwarndienst. Größte Vorsicht, Zurückhaltung und defensives Verhalten seien angesagt. Zwei Drittel aller Lawinenunfälle passieren bei Gefahrenstufe 3.

Gefahrenstellen schwer zu erkennen

Triebschnee und schwacher Altschnee würden dabei die Hauptgefahren bilden, warnten die Experten am Freitag. "Lawinen können an vielen Stellen schon von einzelnen Wintersportlerinnen und Wintersportlern ausgelöst werden. Dabei gilt besondere Vorsicht an allen Expositionen im Bereich der Waldgrenze und oberhalb davon. Die Gefahrenstellen sind auch für Geübte oftmals nicht zu erkennen", erklärte Rudi Mair, Leiter des Tiroler Lawinenwarndiensts in einer Aussendung.

Auch nach dem Wochenende ist mit keiner Entspannung zu rechnen. Kräftiger Wind bilde neue Triebschneepakete, zudem wird von Sonntag auf Montag eine Warmfront erwartet. Dann wird die Lawinengefahr nach aktuellem Stand laut Lawinenwarndienst großflächiger auf Stufe 4 ansteigen.

Wechselhaftes Wetter

Generell hält das Wetter in den kommenden Tagen Abwechslungsreiches für die Österreicher bereit. Am Freitag nähert sich die nächste Störung, am Wochenende herrscht eine Nordströmung vor und am Montag erwartet die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) eine Warmfront. Wobei das alles relativ ist: Es wird zwar etwas milder, doch bei sechs Grad ist auch am Dienstag Schluss. Die Details:

Am Freitag lichten sich die meisten Frühnebelfelder rasch und in den meisten Landesteilen setzt sich recht sonniges Wetter durch. Dichtere Wolkenfelder gibt es aber bereits wieder im Westen. Mit der Annäherung der nächsten Störungszone greifen gegen Mittag auch die ersten Niederschläge auf Vorarlberg über. Am Nachmittag schneit es dann auch in Tirol zeitweise. Der Wind weht oft nur schwach aus Südost bis Süd, am Alpenostrand sowie im Bergland kann er stellenweise aber mäßig oder lebhaft auffrischen. Die Frühtemperaturen liegen bei minus sechs bis plus ein Grad, inneralpin oft auch um oder unter minus zehn Grad, die Tageshöchsttemperaturen bei minus zwei bis plus vier Grad.

Sonne, Wolken und Schnee am Wochenende

Der Samstag wird am ehesten im Süden und Südosten des Landes sonnig, hier bleibt es auch durchwegs trocken. Entlang der Alpennordseite sowie im Norden und Osten ziehen hingegen reichlich dichte Wolkenfelder durch, die oft kaum oder nur selten die Sonne etwas durchlassen. Besser stehen die Chancen hier noch im östlichen Flachland auf etwas Sonnenschein. Im Nordstau der Berge schneit es zudem häufig, sonst ziehen nur ein paar Schnee- oder in tiefen Lagen Schneeregenschauer durch. Der Wind weht zeitweise mäßig aus West bis Nordwest, im Süden ist es windschwach. Von minus zehn bis minus ein Grad in der Früh - inneralpin auch kälter - steigen die Temperaturen auf minus zwei bis plus vier Grad.

Am Sonntag halten sich in den Staulagen von Salzburg bis Niederösterreich noch dichte Wolken und es kann leicht schneien, sonst beginnt der Tag großteils sonnig. Am Nachmittag treffen von Westen aber wieder mehr und mehr Wolken ein und es beginnt in Tirol und Vorarlberg wieder etwas zu regnen oder zu schneien. Die Schneefallgrenze steigt auf rund 800 Meter. Der Wind weht mäßig bis lebhaft, am Alpenostrand und entlang der Tauern auch kräftig aus West bis Nordwest. Minus neun bis minus ein Grad hat es in der Früh, höchstens minus ein bis plus fünf Grad tagsüber.

Bis zu sechs Grad zu Wochenbeginn

Am Montag ziehen verbreitet dichte Wolken durch und vor allem in den Nordstaulagen regnet oder schneit es zeitweise leicht. Die Schneefallgrenze steigt bis zum Abend auf 1.000 bis 1.500 Meter, in Niederösterreich liegt sie noch um 500 Meter. Im Süden und ganz im Westen bleibt es weitgehend trocken und es kommt auch zeitweise die Sonne durch. Der Wind weht schwach bis mäßig aus West. Die Frühtemperaturen bewegen sich um minus fünf bis plus drei Grad, die Tageshöchstwerte erreichen null bis plus sechs Grad.

Am Dienstag setzt sich generell sehr sonniges Wetter mit hohem Luftdruck durch. Im Osten halten sich allerdings noch einige Restwolken und im Donauraum, dem östlichen Flachland und im Bodenseeraum kann sich mitunter etwas Nebel- oder Hochnebel bilden. Der Wind weht nur schwach, oft aus nördlichen Richtungen. Von minus fünf bis plus ein Grad in der Früh steigt das Thermometer auf maximal ein bis sechs Grad.

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