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Wenn Hitze Geschichte schreibt: So heiß war noch kein Sommer

Ab Mitte Juni wurden zahlreiche Rekorde gebrochen. Anfang August folgte mit 41,2 Grad die höchste je in Österreich gemessene Temperatur.
Alte Donau, Hitzewelle

Keine zwei Wochen mehr und dann es es auch schon Herbst, am 1. September ist der meteorologische Herbstbeginn.

Zu heiß, zu trocken

Dann endet ein Sommer, der in die österreichischen Geschichtsbücher eingehen wird: Auch wenn in der zweiten Augusthälfte die aktuelle Hitzewelle bricht und Regen sowie vergleichsweise kühlere Temperaturen erwartet werden - „dass der Sommer 2026 der heißeste und trockenste Sommer der Messgeschichte sein wird, ist relativ abgesichert“, betont Konstantin Brandes vom Wetterdienst Ubimet.

Dabei mutete der Sommerbeginn selbst eigentlich mau an. Die erste Hälfte des Juni kam nämlich durchschnittlich und gewöhnlich daher. „Da hätte niemand erwartet, was dann noch kommt“, überlegt Meteorologe Brandes.

Eine Vielzahl an Rekorden gebrochen

Denn ab dem 17. Juni ging es nur noch aufwärts mit den Tageshöchstwerten und einer Anzahl neuer Rekorde, die sogar erfahrene Wetterbeobachter den Überblick verlieren ließ:

  • Zum ersten Mal überhaupt wurde in einem Juni die 40-Grad-Marke geknackt. Und zwar wurden am 28. Juni in der Wiener Innenstadt exakt 40 Grad registriert. Heißester Ort war Bad Deutsch-Altenburg mit 40,1 Grad, gemessen am 29. Juni.

  • Bis auf Kärnten stellten alle Bundesländer neue Juni-Hitzerekorde auf.

  • Es gab auch Rekorde bei der Anzahl der Hitzetage hintereinander, sie lagen in den Landeshauptstädten bzw. Wien zwischen 11 und 14 Tagen am Stück. Üblich sind im Juni sonst nur zwei Tage mit 30 Grad und mehr.

Der gesamte Juni österreichweit fiel somit um 2,8 Grad wärmer aus als im langjährigen Durchschnitt. Dass es für den Juni 2026 aber nur für Platz vier der wärmsten Junimonate der mehr als 250-jährigen Messgeschichte reichte, lag an der durchschnittlichen ersten Monatshälfte.

40,3 Grad - neuer Julirekord

Der Juli 2026 schloss nahtlos an, er war gesamt berechnet um 1,7 Grad zu warm. Auch der Juli nahm ab Monatsmitte so richtig Fahrt auf: Am 31. Juli wurde der bisherige Monatsspitzenwert von 39,7 Grad eingestellt - in Wieselburg (Niederösterreich) wurden 40,3 Grad gemessen.

Der August stellte schließlich alles in den Schatten: Zwischen 3. und 6. August wurden mehrere Rekorde gebrochen, an elf Stationen wurden 40 Grad oder mehr gemessen; die höchste je in Österreich registrierte Temperatur gab es am 4. August in Bad Deutsch-Altenburg - 41,2 Grad.

Der heißeste Sommer

Bezogen auf die ersten beiden Augustwochen gibt es somit eine Abweichung von 4,8 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert. „Das wird sich in der zweiten Monatshälfte noch relativieren“, betont Ubimet-Meteorologe Brandes. Doch am Ende des Monats werde ein Plus von 2 bis 3 Grad stehen.

Juni, Juli und August zusammengenommen, „werden wir den heißtesten Sommer der Messgeschichte erlebt haben“. Bisher trugen 2003 und 2024 diesen Rang, diese Jahre waren um jeweils 2,2 Grad zu warm.

Das große Problem Trockenheit

Doch der Sommer 2026 ist nicht nur der voraussichtlich heißeste, sondern auch der trockenste Sommer der Messgeschichte: Auf ganz Österreich bezogen fiel um 37 Prozent weniger Niederschlag als gewohnt. Besonders prekär ist die Trockenheit im Osten: Hier gab es je nach Region um 50 bis 70 Prozent weniger Niederschlag als üblich.

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