Kottingbrunn in Niederösterreich

© Fohler

Chronik Österreich
08/16/2021

Rote Unwetter-Warnung für ganz Österreich

Eine Kaltfront dürfte Hagel-Unwetter mit großen Regenmengen bringen. In Wien wurde am Montagabend der Rathausplatz geräumt.

von Laura Schrettl, Bernhard Ichner

Nachdem es bereits am Sonntag landesweit zu Gewittern kam, die stellenweise großen Hagel und Sturmböen brachten, hielten auch am Montag heftige Gewitter mit Sturm und Hagel die Einsatzkräfte auf Trab. Im Westen kamen teils größere Regenmengen zusammen.

Laut Unwetterzentrale (UWZ) gab es zwei Gewitterhotspots in Österreich. Eines südlich von Wien, das zweite entlang einer Kaltfront in Westösterreich. Im Westen kam es dabei zu Sturmböen, Hagel und Starkregen.

Bei Bad Vöslau und im nördlichen Mühl- und Waldviertel zogen heftige Gewitter durch. Die Feuerwehr vermeldete am Montagabend bereits 185 Einsätze. In Telefon- und Stromleitungen gestürzte Bäume mussten beseitigt werden, geflutete Keller waren auszupumpen, verschlammte Straßen zu reinigen. Mit den Arbeiten waren vorerst 95 Feuerwehren mit 1.100 Mitgliedern beschäftigt.

Aber auch Wien blieb nicht verschont. Aufgrund des starken Unwetters wurde das Film-Festival auf dem Rathausplatz gegen 20 Uhr geräumt. Ansonsten vermeldete die Feuerwehr in der Bundeshauptstadt bis zum späten Montagabend nur geringe Wasserschäden.

Bürger sollen in oberen Stockwerken bleiben

Eine neuerliche Gewitterfront mit Starkregen und Hagel hat am Montagabend aber vor allem im Pinzgau und Pongau erneut für Murenabgänge und Überflutungen gesorgt. Der Katastrophenschutz fordert die Bürgerinnen und Bürger in den Überflutungsgebieten auf, in den oberen Stockwerken zu bleiben und äußerst vorsichtig zu sein. Im St. Johanner Ortsteil Reinbachsiedlung wurde Zivilschutzalarm ausgelöst.

Im Pinzgau war die Gemeinde Krimml von der Außenwelt abgeschnitten, nachdem eine Mure auf die Landesstraße (L113) abgegangen war. Infolge des heftigen Gewitters kam es gegen 18 Uhr zu Stromausfällen im Pongau und im Flachgau. Betroffen davon waren rund 600 Haushalte.

Schwere Gewitter mit Starkregen haben die Feuerwehren auch in mehreren Teilen Tirols am Montagnachmittag auf Trab gehalten. Rund 140 Einsätze wurden gemeldet. Der Schwerpunkt lag im östlichen Mittelgebirge bzw. Bezirk Innsbruck-Land sowie im Raum Landeck und Paznauntal. Kleinere bis mittelgroße Muren gingen auf Straßen ab, lokal standen teilweise Garagen und Keller unter Wasser. Verletzte wurden keine gemeldet.

Die Unwetterzentrale (UWZ) gab ab Montagnachmittag Unwetterwarnungen für alle Bundesländer raus. 

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