Der Sternenhimmel gegen Mitternacht am Donnerstag (09.08.2012) über einer Landstraße nahe dem brandenburgischen Jacobsdorf (Oder-Spree). Jedes Jahr ereignet sich im August ein Naturschauspiel. Unzählige Sternschnuppen verglühen am Firmament. Beste Beobachtungszeit ist zwischen Mitternacht und fünf Uhr Morgens. Foto: Patrick Pleul/lbn ACHTUNG: Die sichtbaren Streifen zeigen in der Regel Lichtspuren von Flugzeugen, Satelliten oder der ISS. Sternschnuppen sind aufgrund der kurzen Flugzeit und der relativ geringen Lichtintensität in der Regel nicht zu nicht fotografieren. Foto: Patrick Pleul dpa/lbn +++(c) dpa - Bildfunk+++

© dpa-Zentralbild/Patrick Pleul

Perseiden
08/12/2013

Gute Sicht zum Sternderlschauen

Der Höhepunkt des Sternschnuppenregens wird in der Nacht auf morgen erwartet. Das Wetter wird mitspielen.

In den nächsten zwei Tagen werden Sternderlgucker voll auf ihre Kosten kommen. Laut Albert Sudy von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) stehen die Chancen, in der Zeit der Perseiden dann viele Sternschnuppen zu sehen, ziemlich gut.

"In dieser Woche ist der Himmel in den Nächten größtenteils klar. Nur in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch ziehen Wolken und Regenschauer durch. Das Sternschnuppen-Maximum wird von 12. auf 13. August erwartet, aber auch in den folgenden Nächten gibt es noch überdurchschnittlich viele", berichtet Sudy.

80 Sternschnuppen pro Stunde

Die berechnete mögliche Zahl an Sternschnuppen liegt für Österreich bei 80 pro Stunde. Zu sehen sind deutlich weniger, sagt Sudy: "Da die Beobachtungsbedingungen meistens nicht perfekt sind, ist eine gute Abschätzung, die Hälfte der berechneten Zahl zu nehmen. Somit sind über Österreich in den kommenden Nächten etwa bis zu 40 Sternschnuppen pro Stunde zu erwarten."

Die besten Bedingungen zum Beobachten sind ein flacher, uneingeschränkter Horizont und ein dunkler Nachthimmel, weit weg vom Elektrosmog der Großstädte. Der Mond stört heuer kaum, er ist noch vor dem ersten Viertel und geht in den nächsten Nächten relativ zeitig unter. Die beste Zeit ist laut ZAMG jene zwischen 22.00 und 4.00 Uhr. Dabei gilt: je später desto besser. Denn die Erde dreht sich im Laufe der Nacht auf den Meteorstrom zu und der Radiant steigt. Der Radiant ist der Punkt am Himmel, aus dem die Meteore zu kommen scheinen. Dieser Punkt liegt im Sternbild des Perseus, daher auch der Name Perseiden-Strom.

Zur Beobachtung benötigt man keine besonderen Hilfsmittel wie etwa Feldstecher oder Fernrohr, es genügt das menschliche Auge. Auf ein ganz spezielles Utensil sollte man allerdings nicht vergessen, rät Sudy: "Einen Liegestuhl. So kann man die Sternschnuppen ohne Verrenkungen bequem mit Blick nach oben verfolgen."

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Perseidenparty in Wien

Die Wiener Arbeitsgemeinschaft für Astronomie (WAA) und das Wiener Planetarium veranstalten am 12. August ab 20 Uhr eine Perseidenparty auf der Wiese vor dem Wiener Planetarium. Auf dem Programm stehen Planetariumsshow, Tombola und „Die Perseiden hören und sehen – Radioastronomie“. Zur Mitnahme einer Decke oder eines Liegestuhles wird geraten. Beginn: 20 Uhr, der Eintritt ist frei.

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