Die Masernfälle in der Steiermark haben Anfang des Jahres eine Diskussion darüber entfacht, ob man Eltern verpflichten soll, ihre Kinder impfen zu lassen.

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Chronik Österreich
10/14/2020

Grippeimpfung: Die ersten Vorräte sind schon weg

St. Pölten und Klagenfurt haben Kontingente für städtische Impfaktionen verbraucht, Grazer Termine sind ausgebucht.

von Elisabeth Holzer

Der erste Tag ist vorbei  - und alles schon weg: St. Pölten und Klagenfurt müssen ihre städtischen Grippeimpfaktionen vorerst schon wieder beenden - die Kontingente an Influenza-Impfdosen sind bereits vergeben.

„Es besteht akuter Handlungsbedarf“, kommentiert Franz Petritz, SPÖ-Gesundheitsstadtrat in Klagenfurt. Die regionale Politik wirkt verschnupft auch in Hinblick auf die Wiener Gratis-Aktion, für die 400.000 Dosen gekauft wurden. Petritz appelliert an die Bundesregierung, das Kontingent aufzustocken und „gerecht zu verteilen. Österreichweit herrscht bereits ein starker Engpass“.

Das Gesundheitsamt Klagenfurt bestellte im Jänner also noch vor dem Übergreifen der Corona-Pandemie auf Österreich 2.800 Grippeimpfdosen. Das war die gleiche Anzahl wie im Vorjahr, damals ausreichend, heuer nicht: Am Montag wurde die Anmeldung zur städtischen Impfaktion geöffnet, am Dienstag meldete das Amt, dass die Menge schon vergriffen sei.

Vergriffen

Der Salzburger Magistrat musste unterdessen eine Impfaktion für Bedienstete absagen - dafür war kein Impfstoff aufzutreiben. Nicht viel anders ist die Situation in St. Pölten: Die niederösterreichische Landeshauptstadt vergab ebenfalls ab Montag Termine für ihre Impfaktion und wie in Klagenfurt waren am Dienstag alle Vorräte erschöpft.

Vergebliche Suche nach mehr Impfstoff

Die Bilder gleichen einander: Sowohl in Klagenfurt als auch in St. Pölten versuchten die Ämter, auf dem Großmarkt oder über die Bundesbeschaffungsagentur weitere Mengen zu beschaffen, bisher vergeblich. Das Land Niederösterreich versicherte aber, dass im Bundesland 175.000 Impfdosen zur Verfügung stünden, damit sollen auch Risikogruppen geschützt werden.

Andere Kommunen stehen vorerst besser da. In Villach beginnt die Anmeldefrist für die städtische Aktion erst heute, Mittwoch. 1.500 Dosen wurden bestellt, um ein Drittel mehr als 2019. Die Grazer kämpfen indes mit dem Anmeldesystem der Stadt: Termine werden immer nur auf eine Woche im Voraus vergeben.

10.000 Zugriffe

Am ersten Tag, 5. Oktober, funktionierte das Online-System 45 Minuten nicht, binnen zwei Stunden waren dann alle 1.200 möglichen Termine vergeben. Beim zweiten Anlauf am Montag in dieser Woche brach das System beinahe zusammen: Innerhalb von zehn Minuten gab es laut einem Sprecher von Gesundheitsstadtrat Robert Krotzer (KPÖ) 10.0000 Zugriffe  - aus allen Bezirken der Steiermark.

Schon eine Stunde nach Öffnung der Anmeldung war das Kontingent erschöpft: Wöchentlich wird nur knapp die Hälfte der Termine frei vergeben, der andere Teil ist fix reserviert für Stammkunden, also jene Grazer, die sich schon einmal im Amtshaus impfen ließen.

In Graz nicht gratis

Geimpft wird ab 19. Oktober. „Für kommende Woche ist ausreichend Impfstoff da, dann müssen wir weiter schauen“, hieß es aus dem Stadtratsbüro. Will heißen: Die weiteren Impfdosen sind zwar bestellt, aber noch nicht eingelangt. „Wir haben auch nicht alles lagernd. Die nächsten Tranchen kommen von der Landessanitätsdirektion.“

11.0000 Stück hat die Stadt für die Impfaktion bestellt. Im Gegensatz zu Wien, wo das Impfen kostenlos ist, zahlen die Bürger einen Beitrag von 13 Euro pro Person.

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