Gleichgeschlechtlicher Sex im Tierreich: Wo die Affenliebe hinfällt

Gleichgeschlechtlicher Sex im Tierreich: Wo die Affenliebe hinfällt
Gleichgeschlechtliches Sexualverhalten bei Tieren ist keine „verkommene“ Laune der Natur. Es ist bereits für mehr als 1.500 Arten belegt – und kann evolutionäre Vorteile bringen.

Das „verkommene“ Treiben der Langschwanzpinguine beschämte den britischen Polarforscher George Murray Levick einst dermaßen, dass er seine Beobachtungen 1911 nur teilweise veröffentlichte. Erst hundert Jahre später, als sein Notizbuch im ewigen Eis gefunden wurde, kam die ganze Wahrheit über die Praktiken der Vögel ans Licht.

Heute sind die gleichgeschlechtliche Affenliebe und ihre Erforschung gesellschaftsfähig; nicht nur am Valentinstag. 2023 zeigte etwa eine britische Studie, dass 72 Prozent der erfassten Rhesusaffen-Männchen mit ihresgleichen kopulierten, während nur 46 Prozent auch mit Affenweibchen intim wurden. Kürzlich trugen spanische Wissenschaftler Daten über 261 Säugetierarten zusammen, um die Anziehung zum eigenen Geschlecht zu klären.

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