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Chronik Österreich
08/14/2020

Geschäft mit kranken Menschen um Sozialleistungen zu erschleichen

Zwei Männer werden verdächtigt mehrere Scheinfirmen gegründet zu haben und Kranke ins Sozialsystem zu schleusen.

Über acht Jahre sollen zwei Männer eine Betrugsmasche durchgeführt haben, der die Polizei jetzt auf die Schliche kam: Ein 65-jähriger Amenier und ein 54-jähriger Österreicher stehen im Verdacht, in weiten Teilen Österreichs mehrere Scheinfirmen gegründet zu haben.

Es soll sich um die Bundesländer Wien, Burgenland, Kärnten, Nieder- und Oberösterreich sowie die Steiermark handeln. Die Verdächtigen holten Drittstaatsangehörige mit gesundheitlichen Problemen gegen Bargeldzahlungen nach Österreich, meldeten diese als Kommanditisten - also als beschränkt haftende Gesellschafter der Scheinfirmen - an, um dadurch in Österreich pflichtversichert zu sein und somit Zugang zum Gesundheitssystem zu erlangen.

Millionenschaden

Die Höhe der Schadenssumme beträgt rund 2,5 Millionen Euro. Die Polizei ermittelt nun in rund 120 Verdachtsfällen. Die beiden Hauptverdächtigen befinden sich in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen der Abteilung Fremdenpolizei und Anhaltevollzug Wien (AFA), unter der Leitung der Staatsanwaltschaft Wien, sind im Gange.

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