Chronik | Österreich
10.07.2017

G-20-Ausschreitungen: Zwei Österreicher festgenommen

Die beiden wurden unmittelbar nach ihrer Festnahme wieder auf freien Fuß gesetzt.

Im Zusammenhang mit den Ausschreitungen am Rande des G-20-Gipfels in Hamburg sind auch zwei Österreicher festgenommen worden. "Der derzeitige Wissenstand ist, dass es zwei Festnahmen österreichischer Staatsbürger gegeben hat", sagte Außenministeriumssprecher Thomas Schnöll am Montagabend gegenüber der APA. Die beiden Personen wurden aber unmittelbar danach wieder frei gelassen wurden.

Die deutsche Polizei nahm am Rande des Gipfels am Wochenende laut einer dpa-Agenturmeldung 186 Verdächtige fest und nahm 228 in Gewahrsam, wie ein Pressesprecher mitteilte. Alle fest- und in Gewahrsam genommenen Personen, gegen die kein Haftbefehl erlassen wurde, seien inzwischen wieder freigelassen worden, so ein Polizeisprecher.

Derzeit sitzen nach Angaben der Hamburger Staatsanwaltschaft 51 Tatverdächtige in Untersuchungshaft. Die Vorwürfe gegen die Verhafteten lauteten unter anderem auf schweren Landfriedensbruch, gefährliche Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Sachbeschädigung. Einem 27-jährigen Deutschen werde versuchter Mord vorgeworfen. Er soll mit einem Lasergerät den Piloten eines Polizeihubschraubers gezielt geblendet haben. Dabei soll er sogar den möglichen Absturz des Helikopters in Kauf genommen haben.

Bei den Beschuldigten handle es sich überwiegend um junge Männer unter 30 Jahren. Neben zahlreichen Deutschen säßen auch Staatsbürger aus Frankreich, Italien, Spanien, Russland, den Niederlanden und der Schweiz in Haft. Die Staatsanwaltschaft habe insgesamt 85 Haftbefehle beantragt. In den Fällen, in denen keine Haft angeordnet worden sei, prüfe die Behörde die Einlegung von Rechtsmitteln, hieß es.