Bergrettung musste Radfahrer aus Wassergraben retten

VCÖ fordert daher bessere Anbindungen für Radfahrer
Gleich mehrere schwere Radunfälle hielten zu Pfingsten die Rettungskräfte auf Trab.

Auch wenn das Wetter an den Pfingstfeiertagen wechselhaft war, haben viele die freie Zeit genutzt, um einen Ausflug mit dem Fahrrad zu unternehmen. Mancherorts endete die sportliche Einlage allerdings mit einem Krankenhausaufenthalt. 

Am Sonntag kam es sowohl in Oberösterreich, als auch in Tirol zu schweren Unfällen. 

In Lengau (Bezirk Braunau) wurde ein Fünfjähriger bei einem Sturz mit seinem Fahrrad über eine Böschung verletzt worden. Der Bub begleitete seine Eltern bei einem Spaziergang. Beim Hochwasserrückhaltebecken in Teichstätt radelte er über eine zehn Meter hohe Böschung. Dabei verlor er das Gleichgewicht und stürzte rund fünf Meter den Abhang hinunter. Das Kind wurde nach der Erstversorgung durch einen Notarzt mit der Rettung ins Uniklinikum Salzburg gebracht.

Notarzthubschrauber alarmiert

Vier Fahrradunfälle haben auch in Tirol mehrere Schwerverletzte gefordert: In der Kelchsau (Bezirk Kitzbühel) war ein 57-Jähriger über einen Schotterweg hinaus geraten und in der Folge in einen angrenzenden, mit Steinen durchsetzten Wassergraben gestürzt. Der Mann war gemeinsam mit einem 54-jährigen Bekannten auf dem Almweg „Innerkelchsau“ talwärts unterwegs, als der Ältere über den Fahrbahnrand hinaus geriet. Er musste von der Bergrettung aus dem Graben geborgen werden und wurde anschließend vom Notarzthubschrauber in die Innsbrucker Klinik geflogen.

In Innsbruck wiederum hatte eine 60-Jährige an ihrem E-Bike die Vorderbremse zu stark betätigt und kam dadurch zu Sturz, berichtete die Polizei. Die 60-Jährige war am Nachmittag auf der Sadrachstraße talwärts unterwegs, als sie durch den Bremsfehler die Kontrolle über ihr E-Bike verlor. Sie musste mit schweren Verletzungen von der Rettung in die Innsbrucker Klinik eingeliefert werden.

37-Jähriger prallte gegen Baum

Auch in Ehrwald (Bezirk Reutte) kam es zu einem Unfall: Ein 37-jähriger Deutscher kam am Sonntag auf einer stark abschüssigen Forststraße mit seinem Fahrrad in einer Rechtskurve über den Fahrbahnrand hinaus und prallte in der Folge gegen einen Baum. Der Mann zog sich dabei trotz Helm und Schutzausrüstung schwere Verletzungen im Bereich der Wirbelsäule zu. Der 37-Jährige wurde vom Notarzthubschrauber in die Unfallklinik Murnau nach Deutschland geflogen.

Autofahrerin kollidierte mit Radler

Eine 70-jährige Pkw-Lenkerin ist am Sonntag auf der Wildbichler Straße bei Ebbs (Bezirk Kufstein) in einem Kreisverkehr aus bisher unbekannter Ursache mit einem 29-jährigen Fahrradfahrer kollidiert. Der Radfahrer kam dadurch zu Sturz und zog sich schwere Verletzungen zu, berichtete die Polizei. Die Pkw-Lenkerin leistete Erste Hilfe und alarmierte die Rettungskräfte. Der 29-Jährige wurde in das Krankenhaus Kufstein eingeliefert.

Jährlich rund 30 tödliche verunglückte Radfahrer

Das Kuratorium für Verkehrssicherheit rät gerade zum Start der Radsaison zu einer gründlichen Vorbereitung. Jährlich sterben rund 30 Menschen bei Radunfällen. So sollte vor jeder Fahrt die Verkehrssicherheit des Drahtesels geprüft werden. Auch das Tragen eines Helmes sollte obligatorisch sein. Denn ein Sturz vom Fahrrad bei 25 km/h entspricht einem Aufprall aus 2,5 Metern Höhe. 

Die Pedalritter sollten sich sichtbar machen und leuchtende Farben und reflektierende Outfits tragen. Die Geschwindigkeit sollte angepasst sein, der Schulterblick stets dazugehören.

Und auch wenn die Freiheit am E-Bike verlockend ist: Sicherheitstrainings und angepasste Fahrweise dürfen auch hier nicht vergessen werden. 

 

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