Frauenhass im Netz – genug ist genug

Frauenhass im Netz – genug ist genug
Mit Angriffen auf Weiblichkeit und Intimsphäre wollen Hassposter eigene Schwächen überspielen und Frauen zum Schweigen bringen.

Eine neue Nachricht im Posteingang. Der Absender, ein unbekannter Name. “Du Nut**, geh’ sterben. Du gehörst vergewaltigt. Eine wie du sollte keine Kinder bekommen.” Die Bandbreite an Beschimpfungen und Gewaltfantasien kennt kaum Grenzen, wenn extrem hasserfüllte Menschen ihre Aversionen und Aggressionen in die Tastatur des Computers ballern.

Das Spektrum der Grausamkeiten gegen Frauen in der On- wie Offlinewelt ist generell groß. Hetze im Netz soll vor allem exponierte und meinungsstarke Frauen mundtot machen. Sie werden gestalkt, bedroht oder bloßgestellt. In Partnerschaften werden Männer gegen Frauen handgreiflich und kontrollieren sie, digitale und analoge Gewalt gehören nicht selten zusammen. Natürlich sind auch Frauen fähig, zu stalken oder Hass-Nachrichten zu verschicken. Sie sind allerdings in weit größerem Ausmaß die Empfängerinnen solcher.

Auch Martina Salomon, Chefredakteurin des KURIER, hatte kürzlich einen Leserbrief im Posteingang, den wir hier nicht wiedergeben wollen, ihn aber als äußerst bedrohlich, obszön und widerwärtig beschreiben. Der Inhalt ist zutiefst sexistisch, einzig allein gegen ihre Weiblichkeit gerichtet, erfüllt von nichts anderem als Hass. Und Unsicherheit. 

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