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Chronik Österreich
08/03/2019

FPÖ postet nach falschem Schnitzel nun auch falsches Teigtascherl

FPÖ-Sicherheitsrat wollte auf "Migrantengewalt" aufmerksam machen und erntet nun Häme im Netz.

von Dominik Schreiber

Aus dem Linzer FPÖ-Sicherheitsstadtrat Michael Raml wird wohl kein Gastro-Experte mehr. Bereits vor einem Jahr postete er als Bundesrat unter dem Titel "Die EU kann mir mein knuspriges Schnitzel nicht verbieten" irrtümlich einen gebackenen Fisch.

Diesen verbreitete vor wenigen Tagen auch der Bundesobmann der Freiheitlichen Jugend, Maximilian Krauss, als Schnitzel. Auch dieser erntete daraufhin viel Spott.

"Illegale Teigtascherl"

Nun schlug Raml erneut zu und widmete sich den seit Tagen durch die Schlagzeilen wandernden chinesischen Teigtascherln. Wie berichtet, fand die Finanzpolizei in Wien eine nicht legale Fabrikation. Die FPÖ wollte diese nun mit angeblich eskalierender Migrantengewalt in Deutschland verbinden. "In Deutschland eskaliert die Migrantengewalt und bei uns jagen die Behörden illegalen Teigtascherln nach."

Abgesehen davon, dass die heimische Polizei in Deutschland ohnehin nicht aktiv werden kann, ist Raml offenbar ein erneutes Missgeschick passiert. Wie die Internetseite FPÖ-Fails berichtet, zeigt das Bild keine chinesischen Teigtascherl, sondern polnische Pierogi. Das Bild dazu ist außerdem durch ein Copyright geschützt und darf nur für den privaten Bereich verwendet werden.

Raml ist gelernter Jurist und Universitätsassistent in Linz. Der Burschenschafter war für die FPÖ im Bundesrat, wechselte im März aber in den Linzer Stadtrat. Er hat die Agenden Sicherheit, Gesundheit und Finanzen über.

UPDATE um 12:37 Uhr: Rund eine halbe Stunde nach Erscheinen dieses KURIER-Berichts hat Raml das entsprechende Posting auf seiner Internetseite gelöscht.