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Chronik Österreich
10/06/2021

Falschgeld-Trick: 80-jährige Grazerin um Ersparnisse gebracht

Der Pensionistin wurde vorgegaukelt, sie hätte gefälschtes Geld am Bankkonto. Ein Unbekannter suchte mit dem abgehobenem Geld das Weite.

Eine 80-jährige Grazerin ist von gewitzten Betrügern um ihr Erspartes in der Höhe von mehreren tausend Euro gebracht worden. Ein vermeintlicher Kriminalbeamter kassierte nach vorausgegangenen Anrufen das Bargeld ein, das sie von der Bank behoben hatte. Ihr wurde zuvor eingeredet, es handle sich dabei um „Falschgeld“, hieß es am Mittwoch in einer Aussendung der Landespolizeidirektion Steiermark.

Die betagte Frau erhielt am Samstagvormittag den ersten Anruf: Der Mann gab sich in perfekter hochdeutscher Sprache als Kriminalbeamter „Christian Brenner“ aus. Am Telefon forderte er die 80-Jährige dazu auf, ihr gesamtes Geld bis auf 1.000 Euro von ihren Konten und Sparbüchern abzuheben, weil der Verdacht bestehe, dass es sich um Falschgeld handeln könnte.

Bekannte Masche

Die Pensionistin kam der Aufforderung nach und hob Montag ihr Erspartes ab. Am Nachmittag meldete sich der Unbekannte erneut telefonisch: Er müsse die Geldscheine auf ihre Seriennummern überprüfen. Nachdem ihm die 80-Jährige diese bekannt gab, wurde sie angewiesen, das Geld in einen Sack zu packen und das „Falschgeld“ beim Einfahrtstor zu übergeben. Sie tat, was ihr der Unbekannte am Telefon gesagt hatte. Nach der Übergabe machte sich der Unbekannte aus dem Staub.

Die Polizei warnte wiederholt vor falschen Kriminalbeamten bzw. Polizisten vor der Wohnungstür oder am Telefon: Es wurde insbesondere geraten auf Telefonate mit vermeintlichen Polizei- oder Kriminalbeamten nicht einzugehen und diese sofort abzubrechen. Betroffene sollen laut Landespolizeidirektion Steiermark keinesfalls zu persönlichen Treffen gehen und über den Polizeinotruf Anzeige erstatten.

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