Wegen der Hitze ist der burgenländische Zicksee beinahe ausgetrocknet, mehrere Tonnen tote Fische liegen jetzt auf dem Trockenen

© APA - Austria Presse Agentur

Chronik Österreich
07/22/2022

Es bleibt überdurchschnittlich heiß, am Samstag Unwettergefahr

Erst am Dienstag sollen die Temperaturen weitgehend unter die 30-Grad-Marke sinken.

Die Hitzewelle in Österreich geht weiter: Auch am Freitag kletterten in einem Großteil Österreichs die Temperaturen über die 30-Grad-Grenze. Die Spitzenwerte wurden von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) aber erst für den späten Nachmittag erwartet.

Die vorläufigen Spitzenreiter lagen zu Mittag durchwegs in Niederösterreich: In Wolkersdorf hatte es demnach 34,5 Grad und in Gänserndorf, Pottschach sowie Seibersdorf jeweils 34,2 Grad. Wer es kühler wollte, der war am Sonnblick in der Steiermark gut aufgehoben: Dort hatte es in einer Höhe von 3.109 Meter 9,6 Grad.

Heißester Tag des Jahres am Donnerstag

Mit 37,7 Grad in Seibersdorf in Niederösterreich hat es am Donnerstag den bisher heißesten Tag des Jahres in Österreich gegeben. Und auch über das Wochenende bleibt es überdurchschnittlich heiß. Erst am Dienstag liegen die Temperaturen in weiten Teilen des Landes wieder unter 30 Grad, geht aus der Prognose der ZAMG hervor.

Am Freitag bilden sich im Tagesverlauf ein paar Quellwolken. Mit ihnen können lokale gewittrige Schauer nicht völlig ausgeschlossen werden. Der Wind kommt zunehmend aus südlichen Richtungen und weht aber nur am nördlichen Alpenrand mitunter mäßig. Von zwölf bis 24 Grad in der Früh steigen die Temperaturen tagsüber auf 27 bis 36 Grad, mit den höchsten Werten am Alpenostrand.

Gewitter am Samstag

In den meisten Landesteilen startet der Samstag mit Sonnenschein und trocken. Von Westen erreichen jedoch bald erste Störungsausläufer den Ostalpenraum und ziehen in der Folge bis zum Nachmittag mit Regenschauern und auch Gewittern ostwärts. Laut Ubimet können die Gewitter speziell im Süden zum Teil heftig ausfallen. Erst während der Abendstunden nimmt die Schauer- und Gewitterneigung generell ab. Mit den Niederschlägen dreht der Wind auf West bis Nordwest und lebt dabei vor allem im Norden und Osten mäßig bis lebhaft auf. In der Früh zeigt das Thermometer 15 bis 23 Grad. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei 24 bis 36 Grad, am wärmsten bleibt es im äußersten Osten und Südosten.

Nach Störungsabzug steht der Alpenraum am Sonntag im Einfluss einer nordwestlichen Höhenströmung. Am Boden nimmt der Luftdruck wieder zu. Damit kommt es bei insgesamt recht sonnigen und abermals hochsommerlichen Temperaturen vor allem im Bergland zu kurzen Regenschauern. Isolierte Gewitter sind am ehesten zwischen Osttirol und dem Südburgenland möglich. Der Wind kommt mäßig aus West bis Nordwest mit Frühtemperaturen zwischen 13 und 21 Grad sowie Höchstwerte zwischen 27 und 34 Grad.

Hitze auch zu Wochenbeginn

Mit abnehmendem Bodendruck sowie an der Vorderseite eines Tiefs mit Zentrum über der Norwegischen See gelangt am Montag der Ostalpenraum abermals in eine markante, subtropische Südwestströmung. Damit steigen erneut die Temperaturen in ganz Österreich in tiefen Lagen deutlich über 30 Grad an. Im Westen nimmt bereits am Vormittag die Gewitterneigung zu und breitet sich im Tagesverlauf zumindest bis in das Salzkammergut und Oberkärnten aus. Am Alpenostrand lebt der heiße Wind aus Südost spürbar auf.

Am Dienstag hat bereits in den frühen Morgenstunden eine Kaltfront den Westen Österreichs mit Gewittern und teils ergiebigen Regenschauern erreicht und zieht rasch nach Osten weiter. Bis zu Mittag breitet sich somit die Gewitter- und Niederschlagstätigkeit auf das ganze Bundesgebiet aus. Am Nachmittag lockert es von Westen her mit ansteigendem Luftdruck wieder auf, nur noch im Nordstau sind Störungsreste wetteraktiv. Beim Störungsdurchzug lebt der Westwind kräftig auf. Erstmals seit Tagen liegen die Tageshöchsttemperaturen in weiten Teilen wieder unterhalb der 30 Grad-Marke.

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