┬ę APA/Ralf Hirschberger

Chronik ├ľsterreich

Ermittlungen wegen vermuteter illegaler Privatschule in Tirol

Eltern-Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht gegen abgelehnten Antrag wird zum Bumerang.

10/01/2021, 10:38 AM

Das Bundesverwaltungsgericht hat die Tiroler Bildungsdirektion beauftragt, die Gr├╝ndung einer privaten Lerngruppe genauer zu ├╝berpr├╝fen. Die Beh├Ârde hatte den Antrag auf Heimunterricht von vier Eltern abgelehnt, da sie die Gr├╝ndung einer Privatschule vermutete, f├╝r die keine Errichtungsanzeige eingegangen sei, berichtete die Tiroler Tageszeitung (Freitags-Ausgabe). Die Bildungsdirektion m├╝sse nun ein "erg├Ąnzendes Ermittlungsverfahren" durchf├╝hren, entschied das Gericht.

Vier Erziehungsberechtigte hatten gleichlautend bei der Bildungsdirektion ├╝ber ein Formular angegeben, dass ihre Kinder "in einer privaten Lerngemeinschaft unterrichtet" werden. "Die Lernbegleiterinnen und Lernbegleiter bringen alle herausragende Qualifikationen mit", hie├č es. Au├čerdem w├╝rde man sich an die Lehrpl├Ąne des Ministeriums halten und regul├Ąre Schulb├╝cher in der Sprengelschule bestellen.

Bildungsdirektion lehnte Antrag ab

F├╝r die Bildungsdirektion war dies aber ein Hinweis auf eine illegale Klasse, denn aus der Anzeige der Eltern gehe nicht hervor, dass h├Ąuslicher Unterricht erteilt werde, zumal ein Verweis auf eine Lerngemeinschaft erfolge, hie├č es in der "TT". Daher wurde der Antrag abgelehnt, die Eltern wandten sich schlie├člich an das Gericht.

Das Bundesverwaltungsgericht argumentierte, dass Lerngemeinschaft lediglich eine lose Verbindung von Eltern bedeute, deren Kinder sich im h├Ąuslichen Unterricht bef├Ąnden. Au├čerdem gebe es keine eigenen Unterrichtsr├Ąume daf├╝r. Daher m├╝sse die Bildungsdirektion noch einmal genauer hinschauen und ├╝berpr├╝fen, ob der h├Ąusliche Unterricht die gesetzlich geforderte Gleichwertigkeit mit einer ├Âffentlichen Schule aufweist. Die Bildungsdirektion sei nur von Annahmen ausgegangen. In Tirol wurden heuer 545 Sch├╝ler vom Unterricht abgemeldet, vor der Pandemie waren es 213.

Erst am Donnerstag war bekannt geworden, dass auch die Vorarlberger Beh├Ârden aktuell Hinweisen auf eine angebliche illegale Privatschule nachgehen (siehe Artikel unten).

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