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Edelste Einkaufsadresse vor Verkauf: Goldenes Quartier 458 Millionen Euro wert

Die Wiener Nobel-Immobilie aus dem ehemaligen Signa-Reich von René Benko spielt 18 Millionen Euro Jahresmiete ein.
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Es ist eines der wertvollsten Filetstücke aus dem zerbrochenen Immobilienimperium von René Benko: Das „Goldene Quartier“ in der Wiener Innenstadt steht zum Verkauf. Es gehört zu rund 75,31 Prozent der insolventen Signa Prime Selection AG (Signa Prime Assets) und zu 24,69 Prozent der RAG-S Real Estate GmbH der deutschen RAG Stiftung. Der Insolvenzverwalter und die RAG Stiftung wollen die Nobel-Immobilie nun zu Geld machen.

Der internationale Immobiliendienstleister CBRE wurde exklusiv mit der Vermarktung des prestigeträchtigen Objekts beauftragt, wie das Unternehmen am Mittwoch bekannt gab. Die denkmalgeschützte Luxus-Immobilie zwischen Tuchlauben, Bognergasse und Am Hof umfasst rund 18.300 Quadratmeter vermietbare Fläche, davon entfallen 9.600 Quadratmeter auf Büros, 7.200 Quadratmeter auf Handelsflächen, 876 Quadratmeter auf die Gastrobranche und 700 Quadratmeter Lager und Logistikflächen; und weitere Quadratmeter entfallen auf einige Wohnungen. 

160 Euro Miete pro Quadratmeter

Das Goldene Quartier beherbergt ein Who's Who der internationalen Modewelt: Dior, Valentino, Bottega Veneta, Giorgio Armani, Miu Miu, Alexander McQueen, Etro, Zegna und Rimowa haben sich in dem exklusiven Ensemble eingemietet. Die größten Mieter sind Christian Dior mit 2.100 Quadratmetern und Valentino mit rund 880 Quadratmetern. Laut Immobilieninsidern beträgt die Miete im Erdgeschoß rund 160 Euro pro Quadratmeter.

Einmalige Chance

„Das Goldene Quartier ist nicht nur eine der prominentesten Immobilien Österreichs, sondern auch ein international beachtetes Trophy Asset mit außergewöhnlicher Strahlkraft“, betont Lukas Schwarz von CBRE Österreich. Vergleichbare Liegenschaften seien in dieser Form in Europa kaum verfügbar und kämen nur in besonderen Situationen auf den Markt. 

„Eine einmalige Chance für Investoren, ein solches Asset zu erwerben“, so Schwarz. Laut einem Gutachten eines renommierten Immobiliensachverständigen aus dem Jahr 2024 hat das Goldene Quartier einen Verkehrswert in Höhe von 458 Millionen Euro, die jährlichen Mieteinnahmen betragen rund 18 Millionen Euro. Die Liegenschaft ist mit sechs Höchstpfandrechten einer finanzierenden Bank in Höhe von insgesamt mehr als 370 Millionen Euro belastet.

Vier Prozent Rendite

Das Gebäudeensemble wurde Anfang des 20. Jahrhunderts errichtet und 2013 nach Plänen des renommierten Architekturbüros HNP Architects umfassend revitalisiert. Die Generalsanierung verwandelte die historischen Bauten in Wiens prägende Luxusdestination.

„Investoren suchen verstärkt nach Core-Assets in absoluten Spitzenlagen; diese sind allerdings nur äußerst selten am Markt verfügbar“, erklärt Schwarz die aktuelle Marktlage.

Die Frage ist, ob sich in Zeiten gestiegener Zinsen und einer allgemein zurückhaltenden Investmentstimmung am Immobilienmarkt Käufer finden lassen, die bereit sind, einen entsprechenden Preis zu zahlen. Die Rendite des Goldenen Quartiers soll vier Prozent betragen.

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