Chronik | Österreich
20.01.2018

Dubiose Schlüsseldienste: Festnahmen

Eine 73-jährige Innsbruckerin sollte 2.000 Euro zahlen.

Die Polizei Neu-Arzl in Innsbruck hat am Freitag zwei Männer festgenommen, die des schweren gewerbsmäßigen Betrugs verdächtigt werden. Es geht dabei um dubiose Schlüsseldienste. Von einer 73-jährigen Innsbruckerin wollten die Männer 2.000 Euro für eine Reparatur ihres Türschlosses.

Übers Internet hatte die Frau nach einem Schlüsseldienst in Innsbruck gesucht und angerufen. Die zwei Männer, die gegen 16.00 Uhr bei ihr auftauchten, wollten sich nicht ausweisen. Sie legten stattdessen ein von der Polizei nicht näher genanntes Schriftstück mit einer Firmenadresse in Essen in Deutschland vor. Nach einer anfänglich angeblich kleinen Reparatur sagten die Männer, sie müssten die Dreifachverriegelung tauschen. Als die Frau eine Vorauszahlung verweigerte, verließen die beiden Männer unter dem Vorwand, etwas besorgen zu müssen, die Wohnung.

Während der Abwesenheit rief die Frau nochmals bei dem Schlüsseldienst an und erfuhr, dass die Arbeiter nicht von dieser Firma geschickt worden wären. Sie rief darauf die Polizei, die die beiden Männer gegen 18.00 Uhr bei ihr erwarteten. Bei der Durchsuchung des Fahrzeuges wurden mehrere Rechnungen von Reparaturen in Oberösterreich, Salzburg, Tirol, Vorarlberg und Bayern gefunden.

Die Polizei hegt den begründeten Verdacht, dass noch weitere dubiose Schlüsseldienst-Trupps unterwegs und bittet um sachdienliche Hinweise an das SPK Innsbruck unter der Telefonnummer 059133-75333.