CORONA: TIROL - AUSREISETEST AN DER B 161 PASS-THURN-STRASSE

© APA/EXPA/JOHANN GRODER / EXPA/JOHANN GRODER

Chronik Österreich
05/02/2021

Vor Ost-Comeback: Das sind die Corona-Hotspots in Österreich

Große regionale Unterschiede nach Erholung der Fallzahlen im Osten. 7,5 Prozent der Neuinfektionen in Tirol durch Fluchtmutante.

Am Montag ist es so weit. Wien und Niederösterreich beenden endgültig den "Oster-Lockdown", in dem Schulen und bis zuletzt vor allem der Handel geschlossen waren. Sie kehren damit quasi zur normalen Lockdown-Ordnung zurück, ehe am 19. Mai dann in ganz Österreich weitreichende Lockerungen erfolgen und auch die gesamte Gastronomie und der Sport- und Kulturbereich wieder aufsperren.

Politiker und Experten waren sich in den vergangenen Tagen einig, dass die Zahlen diese Öffnungsschritte erlauben, zumal in den kommenden Wochen auch immer mehr Menschen in Österreich geimpft werden. Österreich hält aktuell bei einer Sieben-Tages-Inzidenz von 147. 30 Prozent der Bevölkerung haben bereits eine erste Teilimpfung erhalten, 11,3 Prozent gelten inzwischen als vollimmunisiert. 

Als Richtwert für regionale Verschärfungen bis hin zu Abriegelungen gilt nach wie vor eine Sieben-Tages-Inzidenz von 400. Wie folgende Grafik zeigt, wird dieser Wert auf Bezirksebene aktuell in keinem Bezirk überschritten. 

7,5 Prozent der Neuinfektionen in Tirol durch Fluchtmutante

Ausreisetestpflichtig sind aktuell die Salzburger Gemeinden Großarl und Hüttschlag im Großarltal, Straßwalchen und die Gemeinde Hallein. In Vorarlberg ist die Talschaft Bregenzerwald betroffen. Und nach wie vor ist ganz Tirol von den Ausreisetests betroffen. Die dort besonders in Erscheinung tretende Coronavirus-Fluchtmutante B.1.1.7/E484K ist weiter rückläufig. Nicht nur bei den aktiv positiven Fällen gab es in den vergangenen Wochen einen starken Rückgang, sondern auch der Anteil der Fälle an den Neuinfektionen war in Tirol zuletzt stark gesunken.

Laut aktuellen Auswertungen der Statistik würden nur noch 7,5 Prozent der Neuinfektionen auf die Fluchtmutante zurückgehen, hieß es seitens des Landes. Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) hatte am Sonntag erklärt, dass die neue Variante für die Hälfte der Neuansteckungen in Tirol verantwortlich sei. 

25 Bezirke unter 100er-Inzidenz

Besonders erfreulich: Am anderen Ende der Skala liegen bereits 25 Bezirke mit einer Sieben-Tages-Inzidenz von unter 100. 

*Hinweis: In den Grafiken wurden veraltete Fallzahlen von Mitte April angezeigt - der Fehler wurde behoben. 

Sieben-Tages-Inzidenz nach Bundesland

Auf Bundesländerebene kam es in den Ost-Lockdown-Wochen zu einer deutlichen Verschiebung. Während in Niederösterreich, dem Burgenland und Wien die Zahlen deutlich sanken, stiegen sie in der Zwischenzeit vor allem in Vorarlberg. In der Modellregion, in der die Gastronomie bereits geöffnet hat, liegt die Sieben-Tages-Inzidenz aktuell bei 250. Das Burgenland ist das einzige Bundesland mit einem Wert unter 100.

Hospitalisierungen in Österreich

Maßgeblich für etwaige weitere Maßnahmen sind vor allem die Spitalskapazitäten. Grob gesagt gilt hier die 100-10-1-Regel: Von 100 infizierten Menschen müssen rund 10 hospitalisiert werden, einer davon landet auf der Intensivstation - und das meist gleich für mindestens 10 Tage. 

    Die sogenannte Inzidenz gilt als wichtiger Richtwert in der Pandemiebekämpfung. Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt die Zahl der Neuinfektionen innerhalb der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner an. Die 14-Tages-Inzidenz wird herangezogen, um langfristige Tendenzen besser darstellen zu können.

    In Deutschland etwa liegt die zulässige Obergrenze bisher bei 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. In Österreich ist eine solche Grenze nicht genau definiert. In der Corona-Ampel wird eine Region auf Rot gestellt, wenn es eien "hohe kumulative 7-Tages-Inzidenz relativ zur Bevölkerungsgröße" gibt. 

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