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Chronik Österreich
05/20/2020

Defekt bei Solaranlage: Brand auf Bauernhof im Salzburger Flachgau

Hitzestau setzte Dachstuhl in Flammen. Bewohner und Feuerwehr verhinderten einen Großbrand.

Auf einem Bauernhof in Mattsee (Flachgau) ist am Dienstagabend ein Brand ausgebrochen. Ein Großaufgebot mehrerer Feuerwehren konnte die Flammen rasch unter Kontrolle bringen und löschen. Dennoch dürfte der Schaden einer ersten Schätzung nach rund 50.000 Euro betragen.

Als Brandursache gilt ein technischer Defekt an der thermischen Solaranlage am Dach, der zu einem Hitzestau geführt haben dürfte.

Die Bewohner hatten gegen 18.30 Uhr Brandgeruch bemerkt und das Gebäude überprüft. Dabei stellten sie fest, dass aus dem Dach des Wirtschaftsgebäude bereits Rauchschwaden empor stiegen. Sie verständigten sofort die Feuerwehr, trieben ungefähr 30 Stück Vieh aus dem Stall und begannen die Flammen mit Feuerlöschern und einem Gartenschlauch zu bekämpfen.

Fünf Feuerwehren und rund 150 Einsatzkräften gelang es dann, den Brand teilweise unter schwerem Atemschutz einzudämmen und einen Großbrand zu verhindern. Dabei kam den Feuerwehr auch zugute, dass es einen Löschteich gab.

 

Die Brandermittler der Polizei stellen noch in der Nacht fest, dass es in der Solaranlage aufgrund eines technischen Defektes zu einem Hitzestau gekommen sein musste. Dadurch geriet der hölzerne Dachstuhl in Brand, die Flammen weiteten sich dann auf einen Teil des Daches aus.

Bei dem Brand wurde ein Feuerwehrmann bei den Löscharbeiten leicht verletzt, er konnte den Einsatz aber nach Abklärung durch das Rote Kreuz weiter ausführen. Ansonsten kamen weder Menschen noch Tiere zu Schaden.