Der Mariazeller Advent startet am 18. 11.: Er ist fünf verlängerte Wochenenden lang offen.

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Chronik Österreich
11/02/2021

Christkindlmärkte: Dieser Advent wird bunt

Mitte November geht es los. Veranstalter geben Armbänder aus, um die 3-G- oder 2,5-G-Nachweise kontrollieren zu können.

von Elisabeth Holzer

Der Schwarzhandel mit bunten Bändern soll tunlichst vermieden werden, deshalb wechseln deren Farben täglich: Besucher der über die ganze Grazer Altstadt verteilten Christkindlmärkte müssen einen 3-G- oder sogar einen 2,5-G-Nachweis vorlegen, also geimpft, genesen oder getestet sein, eventuell sogar PCR-getestet, da Österreich in eine verschärfte Maßnahmenstufe rutschen kann. Dafür gibt es dann ein täglich anders färbiges Bändchen um das Handgelenk, mit dem an den Speise- und Getränkeständen gekauft und vor Ort verzehrt werden kann.

Also beinahe ein Advent wie früher – aber eben nur beinahe. Damit der Christkindlmarkt nicht teilweise unter die Veranstaltungsregeln fällt, verzichtet Citymanager Heimo Maieritsch auf alles, das zu viel Zulauf an einer Stelle provozieren könnte: Die traditionelle Illumination von Christbaum am Hauptplatz und Eiskrippe im Landhaushof fällt aus, ebenso jegliches Rahmenprogramm.

Keine Veranstaltung

„Da sind wir früher immer locker bei mehr als 500 Gästen gewesen“, erinnert sich Maiertisch. Solche Ansammlungen wären zwar heuer wieder möglich, aber: Eine solche Menschenmenge fiele eventuell unter Veranstaltung und das hieße in der Steiermark ab 500 Teilnehmern 2-G, also nur noch Zutritt für Geimpfte und Genesene.

Am 19. November geht es los mit dem Grazer Advent. Beinahe alle Standorte werden wieder bespielt, nur jener am Eisernen Tor fällt aus: Dort hatten bisher ausschließlich Sozialvereine ihre Stände, doch für sie zahlt sich der durch die 3-G-Maßnahmen erforderliche Aufwand nicht mehr aus.

Der ist tatsächlich beträchtlich, doch laut Maieritsch sind die Standbetreiber froh, dass die Adventmärkte heuer nicht wieder ausfallen: Immerhin hatte der Grazer Advent üblicherweise bis zu zwei Millionen Besucher.

Durchschlendern erlaubt

Verweilen und Getränke oder Essbares kaufen dürfen nur jene Besucher, die ein buntes Bändchen tragen. Durchschlendern alleine dürfen alle. Diese Bänder sind ähnlich jenen, die bei Musik-Festivals ausgegeben werden: Die gehen nicht ab, ohne sie zu zerschneiden. Als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme gilt jeden Tag eine andere Farbe, kündigt Citymanager Maieritsch an: Auch Geimpfte und Genesene müssen sich täglich neu darum bemühen.

Allerdings wird kein Unterschied gemacht, welches der 3 G der Gast vorgewiesen hat: Ob geimpft, genesen oder getestet, die Farbe des Tages ist für alle Personen dieselbe. An den Ständen müssen sich die Gäste zudem registrieren.

3-G- oder 2,5-G
Auf einem Markt, auf dem auch  etwas verzehrt oder getrunken werden  kann, gelten die Gastronomie-regeln. Da die Maßnahmen strenger werden, könnte das statt 3-G auch  2,5-G (geimpft, genesen  oder PCR-getestet) bedeuten.

Kontrolle
Es gibt mehrere Optionen, zu kontrollieren: Ein gänzlich eingezäuntes Areal, abgetrennte Gastronomiebereiche oder Armbänder, die den 3-G- oder 2,5-G-Nachweis zeigen.

Weniger Stände

Vor dem Start steht auch der Mariazeller Advent: Die Stände um die Basilika öffnen am 18. November und danach bis 19. Dezember jeweils von Donnerstag bis Sonntag. Am 8. Dezember, dem Feiertag, wird ebenso geöffnet.

Auch in Mariazell gilt die 3-G-Regel für Besucher des Marktes oder Teilnehmer einer der zusätzlichen Veranstaltungen, etwa der Laternenwanderungen. Das Zutrittssystem funktioniert wie in Graz mittels Armbändern mit täglich wechselnden Farben, die an eigens dafür eingerichteten Stellen zentral ausgegeben werden.

Rund 13.000 Quadratmeter groß ist allein die Fläche, auf der die heuer nur 43 Stände aufgebaut werden, um ein Viertel weniger als früher, beschreibt Andreas Schweiger, Geschäftsführer der Mariazeller Land GmbH. „Es mangelt nicht an interessierten Ausstellern, sondern das ist von uns bewusst so gewollt, damit wir den Besuchern ein größeres Platzangebot bieten können.“

Der Christkindlmarkt in der obersteirischen Stadt ist eine Besonderheit, nicht nur wegen der Weihnachtskrippe mit echten Tieren oder des sechs Tonnen schweren Adventkranzes – des übrigens weltweit größten hängenden Adventkranzes überhaupt: Dort werden ausschließlich traditionelles Kunsthandwerk und regionale Produkte feilgeboten.

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