Bundesheer übernimmt weiterhin die Bewachung der Botschaften

Bundesheer übernimmt weiterhin die Bewachung der Botschaften
Seit 3. November 2020 schützen bis zu 240 Soldaten über 50 Schutzobjekte wie etwa Botschaften in Wien.

Das Bundesheer übernimmt weiterhin den Schutz von Objekten in Wien. Dazu werden bis zu 300 Soldatinnen und Soldaten im sicherheitspolizeilichen Assistenzeinsatz Botschaften und andere besonders schützenswerte Einrichtungen in der Bundeshauptstadt bewachen. Morgen, Mittwoch, wird im Ministerrat die Fortsetzung der Assistenzleistung bis 30. November 2021 beschlossen. Ziel ist die Entlastung der Polizei in Zeiten der COVID-Pandemiebekämpfung.

„Das Bundesheer ist weiterhin ein verlässlicher Sicherheitspartner im Kampf gegen die Pandemie. Unsere Soldatinnen und Soldaten stehen der Polizei zur Seite. Das ist angesichts der andauernden Pandemie selbstverständlich und auch notwendig, um personelle Belastungen in Krisenzeiten gemeinsam zu stemmen“, sagt Verteidigungsministerin Klaudia Tanner.

Innenminister Karl Nehammer fand lobende Worte für das Bundesheer: „Die Zusammenarbeit zwischen Polizei und Bundesheer ist seit Jahrzehnten gewachsen und erprobt und Teil der österreichischen Sicherheitsarchitektur. Die Soldatinnen und Soldaten leisten herausragende Arbeit beim Schutz von wichtigen Objekten und tragen somit zum hohen Sicherheitsniveau in Österreich bei“, sagte er.

Bereits seit 3. November 2020 schützen bis zu 240 speziell ausgebildete Soldatinnen und Soldaten über 50 Schutzobjekte wie Botschaften und besonders schützenswerte Objekte in Wien. Die Einsatzkräfte des Bundesheeres kommen aus dem gesamten Bundesgebiet. Sie sind für diesen Assistenzeinsatz der Landespolizeidirektion Wien zugeordnet und erfüllen die Aufgaben der Exekutive. Die militärische Planung und Führung liegt beim Militärkommando Wien.

Die Schutzobjekte werden von der Polizei ausgewählt und dem Militärkommando Wien zugewiesen. Die Stärke der Wachmannschaft ist unterschiedlich und richtet sich nach dem jeweiligen Schutzbedarf. Die den Wachposten übertragenen Befugnisse entsprechen jenen der Polizei.

Schon in den Jahren 2016 und 2017 bewachten Soldatinnen und Soldaten in Zusammenarbeit mit dem Innenministerium während der Flüchtlingskrise schutzwürdige Objekte wie z.B. Botschaften in Wien. Mit 3. November 2020 begann der Assistenzeinsatz zum Objektschutz im Zuge der Pandemiebekämpfung.

Derzeit steht das Bundesheer mit insgesamt 2.775 Soldatinnen und Soldaten im Einsatz: 291 unterstützen bei der Einreisekontrolle und beim Contact-Tracing, 38 bei COVID-19-Tests, 1.388 über und bewachen die Staatsgrenze sowie Botschaften, 1.026 sind im Auslandseinsatz und 32 leisten bezahlte Unterstützung.

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