Chronik | Österreich
16.08.2017

Bundesheer startet Einsatz am Brenner

Tirol. Soldaten werden ab Donnerstag die Polizei bei Kontrollen von Güterzügen unterstützen.

Die Verlegung von Panzern für einen möglichen Einsatz am Brenner hat zuletzt für massive Kritik in Italien gesorgt. Die Zahl der Aufgriffe in Tirol und auch im Rest Österreichs bleibt seit Monaten etwa auf dem gleichbleibendem Niveau. Trotzdem will Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP), wie berichtet, nun verstärkte Kontrollen im Hinterland durchführen.

In allen Bundesländern an der Süd- und Ostgrenze sollen die Schleierfahnder der Exekutive dabei von Soldaten unterstützt werden. Für Tirol bedeutet das, dass das Bundesheer erstmals für Maßnahmen im grenznahen Raum Assistenz leisten wird.

Die Aktion wird bereits am Donnerstag starten, wie die Polizei auf Anfrage mitteilt. Nähere Details zu dem Assistenzeinsatz werden heute, Mittwoch, bekannt gegeben. Wie der KURIER bereits berichtete, soll es in Tirol vornehmlich um die Kontrolle von Güterzügen gehen. Die Soldaten sollen für die notwendige Mannstärke sorgen. Der sensible Einsatz wird jedoch nicht direkt an der Brenner-Grenze stattfinden, sondern auf der Tiroler Seite des Passes, der Österreich von Italien trennt.

Straßenkontrollen

Auch in den anderen Bundesländern, in denen es zum Teil schon Assistenzeinsätze des Bundesheeres gibt, werden Soldaten und Polzisten in den kommenden Tagen Schwerpunktkontrollen durchführen. Neben dem sprunghaften Anstieg von Personen, die illegal und unter Lebensgefahr versuchen, auf Güterzügen nach Österreich und Deutschland zu gelangen, wurden auch wieder mehrfach größere geschleppte Gruppen in Kastenwägen entdeckt. Darum wird es auch im Straßenverkehr Kontrollen geben. Die Zahl der eingesetzten Soldaten wird erst bekannt gegeben.