Borkenkäfer zerstört Lawinenschutz: Kärntner Gemeinden bedroht

Borkenkäfer zerstört Lawinenschutz: Kärntner Gemeinden bedroht
In Kärnten kommt es heute zu einem Krisengipfel. Der Borkenkäfer hat in neun Gemeinden den Schutzwald zerstört, mancherorts unwiederbringlich.

„Das ging völlig explosionsartig“, erklärt Kärntens Landwirtschaftskammer-Präsident Siegfried Huber, als man ihn telefonisch erreicht. Nicht in seinem Büro in Klagenfurt, sondern mitten in einem Waldstück in Rangersdorf im oberen Mölltal.

Der Grund für Hubers Reise ist ein bis acht Millimeter groß und heißt Borkenkäfer. Die hohen Temperaturen der vergangenen Wochen haben in den Windwurf- und Schadholzgebieten des oberen Mölltals und Lesachtals dazu geführt, dass sich der Schädling explosionsartig vermehrt hat. „Wir begutachten gerade die Lage in Rangersdorf und Heiligenblut. Es ist außergewöhnlich, was sich hier abspielt. Durch den Schneebruch sind bei vielen Fichten die Wipfel abgebrochen und dort hat sich der Käfer eingenistet. Hatten wir davor Käfernester, die Flächen von einigen 1.000 Quadratmetern befallen haben, sprechen wir nun von Flächen von 30 Hektar am Stück“, führt Bernhard Rebernig, Referent bei der Landwirtschaftskammer weiter aus.

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