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Forschung
04/07/2014

Borkenkäfer macht Förstern Sorgen

Schädlinge konnten sich wegen der milden Witterung gut vermehren. Auch die Waldbrandgefahr ist hoch.

Der milde Winter könnte die Borkenkäfer-Gefahr in Österreich verschärfen. Einerseits erwartet sich das Bundesforschungszentrum für Wald in Wien aufgrund der geringen Schneedecke Trockenstress (Folge des Wassermangels, Anm.) für die Bäume in der Wachstumsphase. Andererseits sind die Schädlinge wegen der milden Witterung früher aktiv und könnten - sollte kein Frost mehr kommen - eine Generation mehr als üblich bilden.

Entscheidend für die Entwicklung der Borkenkäfer in diesem Jahr werden die kommenden Wochen sein, teilte das Forschungszentrum am Montag in einer Aussendung mit. Die Schädlinge seien mindestens drei Wochen früher aktiv als üblicherweise. Sollte es noch einmal zu einem Kälteeinbruch mit Frost kommen, wirke sich das negativ auf die Schädlingspopulation aus, so Hannes Krehan vom Bundesforschungszentrum für Wald. Bleibt es dagegen weiter mild, könnten die Schädlinge statt der üblichen zwei noch eine weitere Generationen ausbilden. "Deshalb ist es wichtig, dass die Waldbesitzer Käferbekämpfungsmaßnahmen früher starten und abschließen", so Krehan.

Waldbrandgefahr

Die Wissenschafter erwarten aufgrund der geringen Schneedecke und dem daraus resultierenden Wassermangel zusätzlichen Stress für die Bäume in der Wachstumsphase. Die Trockenheit begünstigt dabei nicht nur Waldbrände, wie jene bei Absam in Tirol und im Bezirk Lilienfeld in Niederösterreich erst im März gezeigt haben, sondern auch die Borkenkäfer.

Während es im Großteil Österreichs kaum Schnee gab, verursachten in Teilen Kärntens starke Niederschläge zahlreiche Schneebrüche. Die abgebrochenen Wipfelstücke würden ein ideales Brutmaterial für die Borkenkäfer-Art Kupferstecher darstellen und seien großteils noch nicht aufgearbeitet.

Im Vorjahr registrierten die Wissenschafter "mehr, aber keine außergewöhnlich hohen Schäden" im heimischen Wald. Durch Sturm und Schnee sei im Vergleich zu den Jahren davor mit 1,8 Mio. Kubikmeter wieder deutlich mehr Schadholzanfall zu verzeichnen gewesen, jedoch viel weniger als in den Katastrophenjahren 2002, 2007 und 2008.

Der in den Vorjahren verzeichnete Abwärtstrend bei den durch Borkenkäfer verursachten Schadholzmengen habe sich mit 1,05 Mio. Kubikmeter 2013 nicht weiter fortgesetzt. Der Großteil entfiel dabei auf den Buchdrucker mit 750.000 Kubikmeter (plus 50.000 Kubikmeter). Auf 255.000 Kubikmeter verdoppelt hat sich dagegen der Schadholzanfall durch den Kupferstecher

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