Vier Tage lang kämpften die Einsatzkräfte gegen einen Waldbrand oberhalb von Absam im Bezirk Innsbruck Land. Der Schaden geht in die Millionen.

© zeitungsfoto.at

Löscheinsatz
03/20/2014

Tirol: Zigarette löst großflächigen Waldbrand aus

Der Einsatz in steilem Gelände gestaltet sich sehr schwierig. Fläche von fünf Fußballfeldern in Vollbrand.

Ein großflächiger Waldbrand oberhalb von Absam (Bezirk Innsbruck Land) beschäftigt derzeit die Einsatzkräfte in Tirol. Ausgelöst wurde er durch eine weggeworfene Zigarette eines Wanderers, wie die Polizei bekanntgab. Der Brand breitete sich bis zum späten Nachmittag auf rund vier Hektar aus - dies entspricht einer Größe von etwa fünf Fußballfeldern.

Die Bekämpfung des Brandes werde am Freitag fortgesetzt werden müssen, erklärte Bezirkspolizeikommandant Gerhard Niederwieser. Die Löscharbeiten gestalteten sich in dem steilen, schwer zugänglichen Gelände schwierig. Der Wind sowie die massive Trockenheit der Vegetation machten es den Einsatzkräften weiter schwer, den Waldbrand unter Kontrolle zu bekommen.

Die fünf im Einsatz befindlichen Hubschrauber würden noch bis zum Einbruch der Dunkelheit fliegen, über Nacht würden sich die Löscheinsätze auf den "unteren Bereich" konzentrieren, meinte der Beamte. Im hochalpinen Gelände könne die Lage in der Nacht lediglich beobachtet werden. Im Einsatz standen am Donnerstag rund 100 Männer von Feuerwehr, Bergrettung und Polizei.

Der Bezirkspolizeikommandant betonte, dass keine Gefährdung des Siedlungsgebietes zu Befürchten sei. Der Brand dürfte zudem nach bisheriger Lage "lokal bleiben" und sich vermutlich zwar "noch etwas, aber nicht mehr allzu viel" ausbreiten. Ein endgültiges Brand-Aus werde nach derzeitigem Stand aber erst am Samstag - wenn die nächste Regenfront aufziehe - gegeben werden können.

Der Waldbrand war am Vormittag im Bereich des sogenannten Hochmahdkopf ausgebrochen. Der 18-jährige Wanderer hatte nach Angaben der Exekutive zunächst noch selbst versucht das Feuer zu löschen. Als er jedoch die Lage nicht selbstständig unter Kontrolle bringen konnte, alarmierte er die Rettungskräfte. Er muss nun wohl mit einer Anzeige wegen "fahrlässiger Herbeiführung einer Feuersbrunst" rechnen.

Lage des Waldbrands

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