Die Tat fand in einem Einfamilienhaus statt.

© APA/BARBARA GINDL

Chronik Österreich
05/07/2021

Bluttat in Wals: Frauen mit insgesamt zehn Schüssen getötet

Motiv des mutmaßlichen Täters nach wie vor unbekannt. Bereits seit Dezember soll es Streit mit der Opfer-Familie gegeben habe.

Nach der Bluttat in der Nacht auf Donnerstag in Wals-Siezenheim, bei der eine 50-Jährige  und ihre Mutter (76) ums Leben kamen, veröffentliche die Polizei am Freitag neue Details.

Laut Obduktion seien Schussverletzungen die Todesursache. Der  mutmaßliche Täter – der 51-jährige Ex-Freund der Tochter aus der Stadt Salzburg – habe sieben Mal auf seine Ex und drei Mal auf deren Mutter geschossen.

Laut Polizei gab der Verdächtige an, dass ihn die Mutter nach einem verbalen Streit körperlich attackiert haben soll, darauf „zog er seine Faustfeuerwaffe und schoss damit aus kurzer Distanz auf die Frau“, so ein Polizeisprecher. Weshalb er danach auf seine ehemalige Lebensgefährtin  schoss, konnte der Verdächtige nicht erklären. Mit ihr sei er bis zu jenem Tag ein Paar gewesen, gab er an.

Streit mit Bruder

Schon lange vor der Tat dürfte es Unstimmigkeiten zwischen der Opfer-Familie und dem Beschuldigten gegeben haben: Der Beschuldigte kam im Dezember 2020 zur Polizei, da sich Bruder und Mutter in die  Beziehung mit dem späteren Opfer einmischen würden. Bruder und Tochter zeigten den Tatverdächtigen hingegen im Jänner wegen Stalkings an. Bei beiden Anschuldigungen gab es jedoch keinen strafrechtlich relevanten Tatbestand.

So habe bei der Stalking-Anzeige die Durchsicht des Schriftverkehrs ergeben, dass dieser von beiden Seiten stattgefunden habe und nicht nur abwertend, sondern auch "wohlgesonnen" war. Die Polizei klärte deshalb den Sachverhalt gleich vor Ort, hieß es von der Staatsanwaltschaft: Der jetzige Tatverdächtige wurde per Telefon zugeschalten und es wurde vereinbart die Beziehung hiermit zu lösen. Alle zeigten sich einverstanden. Auch danach kamen keine Beschwerden mehr.

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