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Chronik Österreich
12/29/2021

Bis zu 17 Grad zu Silvester und kräftiger Regen im Anmarsch

Vor dem Jahreswechsel wird das Wetter für die Jahreszeit viel zu warm. Starkregen könnte zu Lawinen und lokalen Überflutungen führen.

Kurz vor Silvester zeigt sich das Wetter in Österreich noch einmal von seiner turbulenten Seite. Am Mittwoch und Donnerstag bringt eine kräftige Warmfront milde Luft aus den Subtropen in den Alpenraum. An der Alpennordseite zeichnen sich große Regenmengen ab und die Schneefallgrenze zieht sich ins Hochgebirge zurück. Nach Angaben der Experten der Österreichischen Unwetterzentrale steigt damit in den Alpen die Gefahr von Nassschneelawinen deutlich an und aufgrund der Schneeschmelze kann es zu lokalen Überflutungen kommen.

Subtropische Luft über Österreich

Die derzeit vorherrschende kalte Luft über Österreich wird in der Nacht auf Mittwoch von einem Tief über Norddeutschland allmählich nach Osten abgedrängt. Nachfolgend stellt sich im Alpenraum eine westliche Strömung ein, Fronten vom Atlantik erreichen dann wieder Österreich. „Eine kräftige Warmfront erreicht uns dann am Mittwoch und damit strömt milde Luft aus den Subtropen in den Alpenraum“, sagt Manfred Spatzierer, Chefmeteorologe der Unwetterzentrale. „Dies hat kräftigen Regen sowie markantes Tauwetter in den Alpen zur Folge“, erklärt der Meteorologe.

Tauwetter und Starkregen

Der Mittwoch verläuft im Großteil des Landes dicht bewölkt und regnerisch, in den zentralen Nordalpen muss bereits mit kräftigem Regen gerechnet werden. Trocken bleibt es dagegen noch im Süden und Südosten, zeitweise scheint hier die Sonne. In Vorarlberg und Nordtirol beginnt es allerdings am Nachmittag von Westen her zunehmend kräftig zu regnen. „Mit Ankunft der milden Luft steigt dann auch die Schneefallgrenze bis ins Hochgebirge an, in den Alpen beginnt das Tauwetter“, sagt Spatzierer. Vor allem in der Nacht auf Donnerstag fällt dann anhaltender und kräftiger Regen, wobei in den Staulagen der Nordalpen die größten Regenmengen zu erwarten sind.

Warnung vor Lawinen und Hochwasser

Vom Bregenzerwald über das Karwendel und den Kaiserwinkl bis ins Salzkammergut kommen größere Regenmengen zusammen. In Summe sind hier bis Donnerstagnachmittag verbreitet 30 bis 50 Liter pro Quadratmeter in Sicht. Im Bereich des Arlbergs sowie am Dachstein sind aber auch Mengen um 80, vereinzelt sogar 100 Liter pro Quadratmeter möglich. Der Schnee in den höher gelegenen Tälern wird zum Großteil schmelzen und mit den großen Regenmengen kann es zu Probleme kommen. „Kleinere Flüsse können über die Ufer treten und auch die Gefahr von Nassschneelawinen steigt in den kommenden Tagen deutlich an“, warnt Manfred Spatzierer. Auch einzelne Murenabgänge sowie Hangrutschungen sind nicht ausgeschlossen.

Wetter beruhigt sich im neuen Jahr

Im Laufe des Donnerstags beruhigt sich das Wetter allerdings rasch wieder und der Regen klingt in weiten Teilen des Landes bis zum Abend wieder ab. Das milde Tauwetter begleitet uns allerdings auch zum Jahreswechsel. Vor allem am Alpenostrand sind am Freitag Temperaturen von bis zu 17 Grad möglich. Auch im neuen Jahr gestaltet sich das Wetter alles andere als winterlich.

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