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RIP-Deals
06/15/2013

Betrüger geben sich als Hauskäufer aus

Warnung. Bundeskriminalamt rät zu Vorsicht bei Abwicklung von Immobilien-Verkäufen

von Michaela Reibenwein

Der Hausverkauf ist fast perfekt. Der Kunde scheint seriös. Und er zahlt, ohne zu verhandeln. Klingt gut – doch hinter dem angeblichen Kunden könnten sich Betrüger verstecken, die ihren Opfern Falschgeld unterjubeln oder sie ausrauben. Das Bundeskriminalamt (BK) warnt vor einer neuen Form der sogenannten „Rip-Deals“ (to rip: ausrauben; deal: Handel).

Die Masche: „Meist werden Immobilienverkäufer in Österreich durch ausländische Tätergruppierungen kontaktiert und zu Verkaufsgesprächen ins Ausland, meist Italien, eingeladen“, schildert BK-Sprecher Mario Hejl. Beim Verkaufsgespräch wird, neben dem Immobilienverkauf, auch ein lukratives Geldwechsel-Geschäft vorgeschlagen. Entweder sollen große gegen kleine Banknoten getauscht werden. Oder Schweizer Franken gegen Euro. Ein satte Provision gibt’s als Versprechen obendrauf.

„Entweder übergeben die Täter dann falsche Geldscheine oder das Geld wird in einem unbeobachteten Moment weggenommen. Manchmal wird das Opfer auch ausgeraubt“, beschreibt Hejl.

Erste Fälle dieser sogenannten Rip-Deals wurden in Österreich bereits bekannt. „Bisher blieb es aber beim Versuch“, sagt Hejl. Das Bundeskriminalamt rät deshalb: Vorsicht bei Immobilien-Verkäufen, bei denen der Kunde den Kaufabschluss rasch vollziehen will, und Vorsicht bei vermeintlichen Geldwechselgeschäften.

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