Es mehren sich Beschwerden über das Impfsystem

© APA - Austria Presse Agentur

Chronik Österreich
03/06/2021

Bereits 34.000 Anmeldungen für Massenimpfung in Tirol

Bezirk Schwaz bekommt wegen Südafrika-Virusmutation zusätzlich Vakzin von Biontech/Pfizer. Anmeldefrist endet Montagabend.

von Elisabeth Holzer

Das Angebot, rasch mit Biontech/Pfizer-Vakzinen geimpft werden zu können, scheint gut angenommen zu werden: Laut Krisenstab des Landes Tirol haben sich bis Freitagabend 34.000 Bewohner des Bezirks Schwaz für die außertourliche Corona-Schutzimpfung registriert. Insgesamt hat der Bezirk 85.000 Einwohner, von denen jedoch jene unter 16 Jahren nicht geimpft werden können.

Anfang der Woche gaben Bundes- und  Landesregierung bekannt, dass Schwaz eine Art europäischer Forschungsregion wird. 100.000 zusätzliche Impfdosen von Biontech/Pfizer gehen an den Tiroler Bezirk, und das mit gutem Grund: Dort griff die als aggressiver eingestufte Südafrika-Mutation des Coronavirus stärker um sich als anderswo und bildete sogar eines der größten Cluster Europas aus. Mit der Impfaktion soll laut Bundes- wie Landespolitik versucht werden, das Voranschreiten der Mutation zu stoppen, also der Bezirk durchgeimpft werden - wenn die Bewohner mitmachen, es gilt Freiwilligkeit. Gleichzeitig begleiten Wissenschaftler das Projekt, um zu sehen, ob die bereits zugelassenen Impfstoffe greifen.

Ohne Anmeldung keine Impfung

Bereits ab Donnerstag soll es mit dem Impfen losgehen, da beginnt auch die Verteilung des Serums an die verabreichenden Stellen in Schwaz. Wer teilnehmen will, muss sich jedoch rechtzeitig und zwingend anmelden: Diese Frist läuft noch bis Montagabend, 20 Uhr (online unter www.tirolimpft.at). "Alle Personen, die sich nicht innerhalb dieser Frist angemeldet haben, können bei dieser Impftranche dann leider nicht mehr berücksichtigt werden", bedauert Landesamtsdirektor Herbert Forster.

Das gilt auch für jene Schwazer, die sich früher schon bei den von Hausärzten geführten Listen vormerken haben lassen: Wenn sie bei der Impfung aus der Sondertranche dabei sein wollen, müssen sie sich ebenfalls auf der Online-Plattform registrieren. Das sei nötig, um die Logistik vorbereiten zu können, begründet Forster.

Nur mit Hauptwohnsitz

Nach dem Ende der Anmeldefrist erhalten alle Personen, die sich registriert haben, per SMS oder E-Mail konkrete Details, wo und wann sie ihre erste Dosis bekommen. Das Angebot gilt freilich nur für Personen mit Hauptwohnsitz in Schwaz; damit diese Vorgabe auch eingehalten wird, kündigt das Land Tirol "stichprobenartige Kontrollen in den Gemeinden" an. Begleitet wird die Massenimpfung auch von Ausreisetests: Den Bezirk dürfen die Schwazer währenddessen nur mit negativem Corona-Test verlassen.

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