Chronik | Österreich
13.11.2018

Bei Perchtenlauf am Katschberg flogen die Fäuste

Brauchtum im Bezirk Spital/Drau hielt Polizei auf Trab: Schlägereien und Verletzte, Kennzeichen von Streifenwagen gestohlen.

Ein Perchtenlauf in Rennweg am Katschberg (Bezirk Spittal/ Drau) hat am Samstagabend für mehrere Polizeieinsätze gesorgt. Es kam zu Schlägereien und Körperverletzungen, schließlich wurde auch das Kennzeichen eines Polizeiautos gestohlen.

Schuhcreme auf Sitzbänken

In einem Lokal hatten Mitglieder einer Perchtengruppe aus dem Bezirk Villach die Sitzbänke mit Schuhcreme beschmiert. Die Übeltäter wurden noch am gleichen Abend ausgeforscht, der Schaden wurde von der Polizei mit mehr als 1.000 Euro beziffert. Wenig später wollte ein 18-Jähriger aus dem Bezirk Tamsweg eine Auseinandersetzung zwischen mehreren Perchten schlichten. Als "Lohn" erhielt er von einem 24-Jährigen aus dem Bezirk Spittal/Drau einen Faustschlag ins Gesicht.

Schlägereien

Eine Stunde später gerieten sich Mitglieder verschiedener Perchtengruppen in einem Festzelt in die Haare und es kam zu einer Schlägerei. Ein Unbeteiligter wurde dabei so heftig angerempelt, dass er das Gleichgewicht verlor und stürzte. Er wurde von der Rettung ins Krankenhaus nach Spittal gebracht. Wenig später wurde ein 27-Jähriger von einem Unbekannten mit der Faust ins Gesicht geschlagen, auch er wurde ins Spital eingeliefert.

Gegen Mitternacht kassierte eine 31-jährige Villacherin ebenfalls einen Faustschlag ins Gesicht, nachdem sie einem Bekannten bei einer Auseinandersetzung helfen wollte. Vor dem Festzelt ging es dann munter weiter: Der unbekannte Schläger und die 31-Jährige gerieten neuerlich aneinander. Diesmal erwischte es den 37-jährigen Lebensgefährten der Frau. Das Paar wurde ins Krankenhaus gebracht.

Kennzeichen von Streifenwagen gestohlen

Während die Polizeibeamten im und vor dem Zelt Befragungen durchführten, montierten unbekannte Täter das hintere Kennzeichen des Streifenwagens ab. Zusätzlich zu diesen Vorfällen gab es noch weitere Anzeigen wegen Übertretungen nach dem Sicherheitspolizeigesetz. Weiters wurden Jugendschutzkontrollen durchgeführt - mehrere Jugendliche und deren Erziehungsberechtigte wurden wegen Alkoholmissbrauchs angezeigt.