AC/DC rocken beim Red Bull-Ring: Bis zu 100.000 Fans werden am Feiertag erwartet, wenn die Australier in der Obersteiermark aufspielen.

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Steiermark
05/09/2015

Bei Abfahrt droht "Highway to Hell"

Rund 100.000 Fans werden am Feiertag zum Auftritt von AC/DC beim Red Bull-Ring erwartet.

von Elisabeth Holzer

250 Polizisten, 200 Helfer des Roten Kreuz, 100 Feuerwehrleute und 100.000 Fans: Wenn die australische Band AC/DC beim Red Bull-Ring in Spielberg rockt, bebt nicht nur die Bühne, sondern rauchen auch die Köpfe wegen der Logistik. Denn die An- und Abreise so vieler Besucher innerhalb weniger Stunden sind selbst für die Formel 1 und Airpower gewohnten obersteirischen Einsatzkräfte eine Herausforderung.

"Eigentlich ist das eine neue Dimension", bekräftigt auch Fritz Grundnig von der Landespolizeidirektion Steiermark. "100.000 Leute haben wir normalerweise nicht an einem Tag. Beim Grand Prix verteilt sich das auf mehrere Tage, bei der Airpower waren es 50.000." Deshalb stellen sich die Teams schon einmal auf einen langen Arbeitstag ein: Weniger, weil sie Ausschreitungen befürchten würden, sondern wegen der überlasteten Straßen. Auf mehreren Parkplätzen im Umkreis des Red Bull-Rings werden Wiesen zu Parkplätzen umfunktioniert: Bis zu 30.000 Pkw haben dort Platz, für Busse und Motorräder gibt es zusätzliche Flächen.

Wie an den Formel 1-Tagen gibt es für jeden Parkplatz eigene Zufahrten, dafür werden auch Straßenzüge gesperrt oder Einbahnregeln aufgehoben. Die Polizei appelliert daher an die Lenker, ausnahmsweise einmal wirklich nicht blind auf ihr Navi zu vertrauen. "Diese Regelungen sind der Navigationssoftware mit Sicherheit nicht bekannt", betont Polizeisprecher Grundnig.

Vier Stunden Wartezeit

Schon bei der Anreise zum Veranstaltungsgelände ist mit Staus zu rechnen. Doch sobald die australischen Rocker die Bühne gegen 23 Uhr verlassen haben, wird das Stau-Problem erst so richtig virulent: "Es ist mit mehreren Stunden Wartezeit zu rechnen", bedauert Grundnig und rät, doch besser am Gelände noch etwas abzuwarten, damit die Heimfahrt nicht, frei nach AC/DC, zum "Highway to Hell" wird. "Es ist eine physikalische Tatsache, dass auf den Gemeindestraßen nur eine gewisse Anzahl an Fahrzeugen pro Stunde unterwegs sein kann."

Grundnig macht an einem Beispiel deutlich: Es gibt eine Fläche, auf der 5000 Pkw abgestellt werden können. Diesen Parkplatz zu leeren, dauert. "Da muss man mit vier Stunden Wartezeit rechnen." Sobald die Wagen die Schnellstraße erreicht haben, sollte es jedoch zu keinen übermäßigen Staus mehr kommen.

Vorsorglich ermahnt die Polizei Besucher aber auch, sich vorab zu erkundigen, was sie überhaupt auf das Konzertgelände mitnehmen dürfen. Unter anderem sind Flaschen aus Glas ebenso verboten wie Alkohol oder Drogen, auch Fahnenstangen, Leitern, Hocker und Laserpointer stehen auf der Liste. Politische oder religiöse Werbung wollen die Veranstalter ebenfalls nicht sehen, Waffen natürlich auch nicht.

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