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"Kalte Sophie" bringt Frost nach Österreich: Wann geht es bergauf?

Heuer machten die Eisheiligen ihrem Namen alle Ehre. Frühestens nach dem 15. Mai setzen laut der Bauernregel langsam wieder stabilere Bedingungen ein.
THEMENBILD: REGENWETTER IN SALZBURG

Zusammenfassung

  • Die Eisheiligen bringen heuer spürbar kälteres Wetter und vereinzelt sogar Schnee nach Österreich.
  • Die "Kalte Sophie" am 15. Mai gilt laut Bauernregel als letzte Phase erhöhter Frostgefahr, besonders für junge Pflanzen.
  • Meteorologisch entstehen die Kälterückfälle im Mai durch Temperaturunterschiede zwischen Land und Meer sowie großräumige Luftströmungen.

Ob man an Bauernregeln glaubt, oder nicht - heuer machen die Eisheiligen ihrem Namen jedenfalls alle Ehre: Seit Wochenbeginn ist es in Österreich spürbar kälter geworden. In einigen Regionen sind die Temperaturen stark gefallen, vereinzelt ist sogar Schnee gemeldet worden.

Damit trifft eine bekannte Wetterregel ein, die jedes Jahr rund um den 11. bis 15. Mai vor einer letzten Kältephase warnt. Den Abschluss bildet am 15. Mai die "Kalte Sophie".

"Kalte Sophie" als frostiger Abschluss der Eisheiligen

Für Landwirtschaft und Gartenbau gilt dieser Zeitraum traditionell als letzte Phase mit erhöhter Frostgefahr. Im Zentrum steht eine der bekanntesten Bauernregeln:

"Pankraz, Servaz, Bonifazi 
sind drei frostige Bazi. 
Und zum Schluss fehlt nie 
die kalte Sophie."

Eine weitere Regel bringt die Bedeutung auf den Punkt: "Vor Nachtfrost du nie sicher bist, bis die Sophie vorüber ist."

Besonders junge Pflanzen reagieren empfindlich auf Frost. In vielen Regionen wird abgewartet, bis die Tage rund um die "Kalte Sophie" vorbei sind. An diesen Nächten soll gefährlicher Bodenfrost herrschen. Erst nach dem 15. Mai setzen in der Regel stabile, sommerliche Bedingungen im Garten ein.

Insgesamt gibt es fünf Eisheilige im Mai: 

  • Mammertus (am 11. Mai),
  • Pankratius (am 12. Mai),
  • Servatius (am 13. Mai),
  • Bonifatius (am 14. Mai)
  • und die "kalte Sophie" (am 15. Mai), die am Freitag den Abschluss bildet. 

Meteorologische Bedeutung der Eisheiligen

Auch wenn moderne Wettermodelle heutzutage deutlich präziser sind, bleibt die Bauernregel Eisheilige in der Praxis weiter präsent. Sie basiert auf langfristigen Beobachtungen und beschreibt einen Zeitraum, in dem Kälterückfälle immer wieder auftreten können.

Die Ursache für die im Mai auftretenden Kälterückfälle liegt in der unterschiedlichen Erwärmung von Land- und Wasseroberflächen. 

Während sich Landflächen durch Sonneneinstrahlung vergleichsweise rasch erwärmen, bleiben Ozeane und Meere über einen längeren Zeitraum hinweg kühl. Diese Temperaturunterschiede führen in Kombination mit großräumigen Luftströmungen und Drucksystemen dazu, dass kalte Polarluft in südlichere Regionen vordringen kann. Dieses Zusammenspiel von Kalt- und Warmluft ist charakteristisch für den Monat Mai.

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