Flugzeugwrack wurde von der Feuerwehr Bruck an der Glocknerstraße geborgen

© Freiwillige Feuerwehr Bruck/Glocknerstraße

Chronik Österreich
12/23/2019

Bangen um zwölfjähriges Mädchen nach Flugzeugdrama

Tochter des im Pinzgau tödlich verunglückten Piloten befindet sich auf der Intensivstation in dramatischem Zustand.

von Wolfgang Atzenhofer

Nach dem tödlichen Flugzeugabsturz am Samstagnachmittag im Pinzgau, bei dem ein deutscher Familienvater ums Leben kam, gelten nun alle guten Hoffnungen einer seiner beiden Töchter, die beide das Unglück überlebt haben. Das zwölfjährige Mädchen ringt nämlich auf der Intensivstation des Universitätsklinikums in Salzburg um sein Leben.

„Da helfen im Moment nur Gebete“, sagt der Sprecher des Landeskrankenhauses, Wolfgang Fürweger. Das Mädchen, dass am Sonntag gemeinsam mit seiner Schwester ins Salzburger Klinikum gebracht wurde, musste auf der Intensivstation in künstlichen Tiefschlaf gelegt werden. An Operationen sei im Moment aufgrund des Zustandes des jungen Unfallopfers nicht zu denken, sagt Fürweger.

Multiple Brüche

Das Kind saß aufgrund einer muskulären Erkrankung bereits im Rollstuhl.  Bei dem Unfall in dem steilen Waldstück bei Bruck an der Glocknerstraße im Bezirk Zell am See, erlitt die Zwölfjährige  mehrfache Brüche und auch innere Verletzungen.  Unglaubliches Glück hatte dagegen ihre neunjährige Schwester. Fürweger: „Sie ist Gott sei Dank de facto fast unverletzt geblieben“. Die Kleine könnte das Spital bereits verlassen, wurde aber mir ihrer aus Deutschland angereisten Mama in einem Mutter-Kind-Zimmer im Spital aufgenommen.

Zur Klärung der Ursache des tragischen Absturzes ist am Sonntag die volle Maschinerie angelaufen. Beamte des Landeskriminalamts Salzburg, Sachverständige und Mitglieder der Flugunfallkommission des Verkehrsministeriums untersuchten das Flugzeugwrack an der Absturzstelle.

Nach dem anstrengenden Rettungseinsatz im entlegenen Gebiet rückten die Mannschaften der Feuerwehr Bruck/Glocknerstraße dann auch am Sonntag aus. Sie bargen alle Flugzeugstelle und räumten die Absturzstelle. Das Wrack wurde zu weiteren Untersuchungen in einer Halle deponiert.

Warnungen

Nähere Hinweise, warum der 66-jährige Pilot  seinen Landeanflug  auf den Flugplatz Zell am See abgebrochen  hat und wenig später  an der sogenannten Erlhofplatte zerschellte, gibt es vorerst offiziell nicht. Wie berichtet, war der Pilot über die extrem schlechten Witterungsbedingungen im alpinen Gebiet rund um Zell am See vom dortigen Flugplatz aus zwei Mal telefonisch informiert worden.

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