Ausbildungsstau bei der Alpinpolizei

Ausbildungsstau bei der Alpinpolizei
Alpinpolizisten sind wegen Corona doppelt gefordert: Mehr Einsätze, weniger Nachwuchs

Schneefall, Sturm und Lawinenwarnstufe vier auf der fünfteiligen Lawinengefahren-Skala: Das Wetter stellte die angehenden Alpinpolizistinnen und -polizisten, die in der vergangenen Woche in der Steiermark ihre Alpinausbildung abgeschlossen haben, auf eine harte Probe. „Wir mussten am Ende sogar zwei Führungstouren auf die Südabdachung der Hohen Tauern verlegen, weil die Lawinenlage so angespannt war“, erzählt der Leiter der steirischen Alpinpolizei Siegmund Schnabl.

Die andere harte Probe für alle Alpinpolizisten Österreichs lautet seit mehr als einem Jahr: Corona. Wegen der Pandemie mussten und müssen österreichweit immer wieder Ausbildungskurse verschoben werden. So auch in der Steiermark. „Wir hätten den Kurs von vergangener Woche eigentlich im März vor einem Jahr geplant gehabt, doch dann kam Corona und wir mussten aus Sicherheitsgründen alles verlegen“, sagt Schnabl. Die Folge: Ein regelrechter Ausbildungsstau bei den rot-weiß-roten Nachwuchs-Alpinpolizisten. Und ein Einsatzproblem in der Praxis.

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