Chronik | Österreich
03.09.2018

August 2018 war der fünftwärmste der Messgeschichte

Die Temperatur lag 2,6 Grad Celsius über dem langjährigen Mittel. Wärmer war es nur 1807, 1992, 2003 und 2015.

Am Ende des Monats kam die Kälte. Bis 1.100 Meter herab wurde es sogar winterlich, etwa im Raurisertal und im Defereggental. Dennoch war der August 2018 von Hitze gekennzeichnet und damit laut den Aufzeichnungen der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) einer der wärmsten der Messgeschichte.

"In der Endauswertung liegt der August 2018 um 2,6 Grad Celsius über dem Durchschnitt und somit auf Platz fünf der wärmsten August-Monate der 252-jährigen Messgeschichte", sagte Alexander Orlik von der ZAMG am Montag. "Noch wärmer war nur der August in den Jahren 1807, 1992, 2003 und 2015".

Die Niederschläge zum Monatsende besserten vor allem im Westen und Süden die Statistik auf. Im Norden und Osten blieb es hingegen größtenteils um 50 bis 70 Prozent zu trocken. Hier folgten erst Anfang September große Regenmengen. In der österreichweiten Auswertung brachte der August um 14 Prozent weniger Niederschlag als im vieljährigen Mittel. Die regionale Auswertung zeigt aber, wie groß die Unterschiede innerhalb von Österreich waren. In Schöngrabern im Weinviertel in Niederösterreich regnete es im August 2018 nur 28 Millimeter. In Kolm-Saigurn am Fuße des Sonnblicks in Salzburg kam hingegen die rund zehnfache Niederschlagsmenge zusammen: 294 Millimeter.

20 Prozent mehr Sonnenschein

In Vorarlberg, Nordtirol, Oberösterreich, Niederösterreich, Wien und dem Burgenland war der August verbreitet um 2,5 bis 3,5 Grad wärmer als das vieljährige Mittel. Im oberösterreichischen Zentralraum, im Weinviertel und in Teilen des Waldviertels gab es sogar um 3,5 bis 4,2 Grad mehr als im langjährigen Mittel. Hohenau an der March (Bezirk Gänserndorf) verzeichnete mit einem Monatsmittel von 23,6 Grad einen neuen Stationsrekord für den August (seit 1948). In Osttirol, Kärnten und weiten Teilen Salzburgs und der Steiermark lagen die Temperaturen um 1,5 bis 2,5 Grad über dem klimatologischen Mittel.

In diesem August gab es um 20 Prozent mehr Sonnenschein als in einem durchschnittlichen August. Damit war es ähnlich sonnig wie 2017. An die August-Monate 1992, 2003 und 2015 reichte dieser Wert aber nicht heran. In diesen Jahren gab es, verglichen mit dem klimatologischen Mittel, im August um rund 30 Prozent mehr Sonnenschein. Eine gegenüber dem Mittel ausgeglichene Bilanz gab es nur in der Arlberg-Region, im Tiroler Oberland, Osttirol und Oberkärnten. In den anderen Teilen des Landes schien die Sonne um zehn bis 30 Prozent häufiger.