Arbeiten bei Hitze: Ab 35 Grad droht halbe Leistung
Zusammenfassung
- Knapp zwei Drittel der Beschäftigten leiden laut einer laufenden ÖGB-Online-Befragung in der Arbeit oft oder fast täglich unter Hitze, nur 7 Prozent arbeiten bei empfohlenen Temperaturen.
- Hitze betrifft laut ÖGB zahlreiche Branchen: Rund drei von zehn Beschäftigten arbeiten bei 33 Grad und mehr, elf Prozent bei über 36 Grad, zudem steigen Unfallgefahr und Leistungseinbußen deutlich.
- 63 Prozent wünschen sich Hitzebeauftragte, während Betriebe bisher vor allem auf natürliche Kühlung, Beschattung, kühle Getränke und klimatisierte Fahrzeuge oder Pausenräume setzen.
Knapp zwei Drittel leiden in der Arbeit oft oder fast täglich unter den hohen Temperaturen, schlussfolgert der ÖGB aus einer noch laufenden Online-Befragung, an der sich bisher rund 2.400 Beschäftigte beteiligt haben. Hitze sei längst nicht nur ein Thema einzelner Berufsgruppen, sondern betreffe mittlerweile zahlreiche Branchen, merkt die Gewerkschaft an. Rund drei von zehn Beschäftigten arbeiten bei Temperaturen von 33 Grad und mehr, elf Prozent bei mehr als 36 Grad.
Die Auswirkungen der hohen Temperaturen: Bereits bei 32,5 Grad steigt die Unfallgefahr um 6 Prozent, ab 35 Grad sind Leistungseinbußen von bis zu 50 Prozent zu erwarten. Lediglich 7 Prozent der Umfrage-Teilnehmer gaben an, bei einer angenehmen bzw. empfohlenen Temperatur zu arbeiten.
Rund 40 Prozent der Betriebe setzen Maßnahmen
Rund 63 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Umfrage wünschen sich Hitzebeauftragte. Eine Kühlung steht bei 56 Prozent auf der Wunschliste. Mehr als jede zweite Person (55 Prozent) wünscht sich auch die Einbindung des Betriebsrats sowie den Einsatz von Sonnenschutzfolien.
Der Großteil der Betriebe (67 Prozent) setzt auf natürliche Kühlung. Und 44 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer gaben an, dass es eine Beschattung gebe. 43 Prozent verwiesen auf kühle Getränke am Arbeitsplatz. Und in 38 Prozent der Fälle gab es klimatisierte Fahrzeuge oder Pausenräume.
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