Auf der Neugeborenenstation des AKH Wien gibt es zwölf Intensivbetten für Frühchen wie dieses. Doch  ein Drittel der Betten werden nicht verwendet, weil das Personal fehlt.

© Gesellmann Georg

Chronik Österreich
09/10/2019

AKH Wien: Frühchenversorgung im "Teufelskreis"

Nach dem Kaiserschnitt: Mutter mit Zwillingsfrühchen wurde ins Donauspital transferiert. Es fehlen viele Krankenschwestern.

von Thomas Trenkler

Länger zu warten war nicht zu verantworten: Am Sonntagnachmittag wurden am AKH Wien mit Kaiserschnitt Zwillinge zur Welt gebracht, die über den Mutterkuchen miteinander verbunden waren (der KURIER berichtete exklusiv). Der eine Bub wiegt 1,3 Kilo, der andere 940 Gramm.

Die Mutter, die sich ob ihrer Risikoschwangerschaft an das Team von Peter Husslein, Vorstand der Frauenheilkunde, gewandt hatte, konnte zumindest einen kleinen Erfolg erzielen: Die Zwillinge wurden nicht unmittelbar nach der Geburt ins Donauspital transferiert. Angelika Berger, Leiterin der Neonatologie, nahm sie für die erste Nacht auf. Am Montag aber wurde die Mutter mit ihren Neugeborenen überstellt.