Wasserbau-Projekte: Große Investitionswelle rollt an

Dutzende Projekte fördern Versorgung, Ökologie und Hochwasserschutz. Schwerpunkt liegt auf kommunaler Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung.
Das Gebäude des Abwasserverbands Bezirk Jennersdorf ist mit einem Wassertropfen-Logo versehen.

Umweltminister Norbert Totschnig hat die Genehmigung von 33 Projekten zur Wasserinfrastruktur im Burgenland bekannt gegeben.

Die Maßnahmen betreffen die Trinkwasserversorgung, Abwasserentsorgung, den Hochwasserschutz sowie die Ökologisierung von Gewässern.

Bundesweit hat die Kommission Wasserwirtschaft am 30. April insgesamt 141 Millionen Euro für Wasserprojekte freigegeben:

  • 78 Mio. Euro entfallen auf Trinkwasser und Abwasser
  • 39,4 Mio. Euro auf den Hochwasserschutz
  • 23,4 Mio. Euro auf ökologische Maßnahmen

Insgesamt werden damit 925 Projekte unterstützt und Investitionen von 566 Mio. Euro ausgelöst. Rund 10.000 Arbeitsplätze sollen dadurch österreichweit gesichert werden.

Im Burgenland werden durch 2,3 Mio. Euro an Bundesmitteln Investitionen von insgesamt neun Mio. Euro ermöglicht.

Wo liegt der Schwerpunkt?

Ein Schwerpunkt liegt auf der kommunalen Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung: 25 Projekte werden mit 1,6 Mio. Euro gefördert, wodurch Investitionen von rund acht Mio. Euro angestoßen werden. Laut Totschnig seien insbesondere Projekte zur Trinkwasserversorgung sowie die Sanierung von Kanalnetzen und der Ausbau von Kläranlagen von hoher Priorität. Auch Maßnahmen im Bereich der blau-grünen Infrastruktur wie Entsiegelung oder Versickerungsanlagen sind Teil der Vorhaben.

Sanierung im Süden

Ein konkretes Projekt betrifft den Abwasserverband Bezirk Jennersdorf. Dort wird der Verbandssammler Raabtalsammler auf rund einem Kilometer Länge saniert. Die Kosten betragen 425.000 Euro, wovon 110.000 Euro vom Bundesministerium übernommen werden.

Für die Ökologisierung der Flüsse stehen im Burgenland 260.000 Euro zur Verfügung. Damit wird der Tauscherbach bei Schattendorf durch den Umbau einer bestehenden drei Meter hohen Sohlstufe zu einer aufgelösten Rampe fischdurchgängig gemacht. Die Projektkosten werden vollständig vom Bund getragen.

Auch der Hochwasserschutz bleibt ein Schwerpunkt. Sieben Projekte werden mit 455.000 Euro finanziert und lösen Investitionen von 600.000 Euro aus.

Ein Beispiel ist die Erstellung eines Gefahrenzonenplans für den Pöttschinger Bach. Dieser soll Gefahrenbereiche identifizieren und Risiken für Menschen und Sachwerte minimieren. Die Gesamtkosten von 100.000 Euro werden vollständig vom Bund übernommen.

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