350 Mio. Euro für Bauprojekte im Burgenland
Symbolbild
Zusammenfassung
- Burgenland investiert 2026 rund 350 Mio. Euro in Bauprojekte, mit Asfinag insgesamt über 500 Mio. Euro.
- Schwerpunkte sind regionale Wirtschaft, Sicherheit, Infrastruktur sowie Projekte wie KUZ Güssing, Hallenbad Neusiedl und Campus Energie Pinkafeld.
- Weitere Investitionen betreffen Schulen, Feuerwehrhäuser, Pflegestützpunkte, Straßen, Hochwasserschutz und Siedlungswasserwirtschaft.
Im Burgenland werden im Jahr 2026 rund 350 Mio. Euro in Bauvorhaben investiert. Unter Einrechnung der Asfinag-Ausgaben liegt das Gesamtvolumen bei knapp über 500 Mio. Euro, wie Infrastrukturlandesrat Heinrich Dorner (SPÖ) am Mittwoch bekannt gab. Trotz geopolitischer Krisen zeigte er sich überzeugt: „Wir sollten nicht defensiv agieren, sondern offensiv investieren.“
„Wir werden über alle Themen 2026 um die 350 Mio. Euro investieren“, sagte Dorner. Dieser Betrag fließe in die regionale Wirtschaft, die Sicherheit und die Weiterentwicklung des Landes. Zu den Projekten zählen unter anderem das sanierte KUZ Güssing sowie das Hallenbad in Neusiedl.
Kulturzentren und Hallenbad
Den größten Anteil macht die Landesimmobilien Burgenland GmbH (LIB) aus, über die 147 Mio. Euro investiert werden. Geschäftsführerin Jutta Benedek nannte als wesentliche Projekte das Haus der Volksgruppen in Oberwart, das Kulturzentrum Güssing sowie den Campus Energie und Gesundheit in Pinkafeld, das größte Geothermieprojekt des Landes. Auch die Sanierung des Hallenbades in Neusiedl am See gehört dazu.
Weitere 100 Mio. Euro entfallen auf die Projektentwicklung Burgenland GmbH. Hier werden etwa die Neue Mittelschule Gols sowie das Feuerwehrhaus in Hornstein umgesetzt. Die SOWO Burgenland investiert 35 Mio. Euro unter anderem in Pflegestützpunkte und „leistbares Eigentum“.
Auch die Infrastruktur bleibt ein Schwerpunkt. Die Bau und Betrieb Burgenland investiert knapp 10 Mio. Euro in die Instandhaltung und Instandsetzung von Straßen und Brücken. Geschäftsführer Johann Thiesz betonte, es gehe nicht nur um das Abarbeiten von Projekten, sondern darum, die Infrastruktur im Land auf dem letzten Stand zu halten.
10 Mio. für Hochwasserschutz
Für den Hochwasserschutz sind ebenfalls rund 10 Mio. Euro für 25 Projekte vorgesehen, erklärte Wolfgang Heckenast, Leiter der Abteilung Wasser, Klima und Energie im Land. In der Siedlungswasserwirtschaft werden 34 Abwasserbeseitigungsanlagen und 36 Wasserversorgungsanlagen mit einem Gesamtvolumen von 47,1 Mio. Euro gefördert. Zusätzlich sind sieben Sonderprojekte vorgesehen, unter anderem im Bereich Klimaschutz.
Ein weiteres Vorhaben betrifft den Landesfeuerwehrverband in Eisenstadt, das laut Dorner in den kommenden Wochen vorgestellt werden soll. Eine Planung liege bereits vor, derzeit befinde man sich in vertraglicher Abstimmung.
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