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Chronik Österreich
10/08/2021

3-G-Regel: Wie der Christkindlmarkt heuer doch öffnen kann

Veranstalter haben ein Konzept erstellt, damit Besucher trotz Corona-Schutzmaßnahmen Glühwein oder Punsch genießen können.

von Elisabeth Holzer, Petra Stacher

Advent 2020. Lockdown 2, das Abstandsgebot hieß Babyelefant und Massenaufläufe waren untersagt, Christkindlmärkte fielen somit aus.

Advent 2021. Der Babyelefant ist im Ruhestand, dafür gilt die 3-G-Regel, die den Rummel um Glühwein- und Punschstand heuer wieder möglich machen soll, wie die Bundesregierung ankündigte.

Doch das Problem liege im Detail, wie Kommunalpolitiker wie Tourismusverantwortliche befürchten: Denn nach derzeitiger Vorgabe könne die 3-G-Regel nur mit „einer hermetischen Abriegelung des Marktgeländes“ kontrolliert werden, warnt der Linzer Vizebürgermeister Bernhard Baier (ÖVP). „Eine Durchführung unter diesen Voraussetzungen scheint unmöglich.“ Und nicht rentabel: Im Fall der drei Adventmärkte rund um den Wolfgangsee würden Absperrungen samt Zugangskontrollen etwa 100.000 Euro kosten.

Ein neues Konzept

Bei Märkten in Innenstädten ginge nicht einmal diese teure Lösung. „Wir können da keine großen Absperrungen machen“, beschreibt Citymanager Heimo Maieritsch für Graz. „Wir hoffen auf eine Lösung mit Hausverstand.“ Die Stadt Linz und der Wolfgangsee Tourismus haben deshalb einen Plan entwickelt, an den sich österreichweit 17 Veranstalter angeschlossen haben: Wenn Besucher verweilen, um Speisen oder Getränke zu konsumieren, sollen sie Armbänder bekommen. Die wären an einem eigens dafür eingerichteten Stand zu holen, an dem sie den 3-G-Nachweis erbringen müssen. Das würde die Umzäunung und dauerhafte Eintrittskontrollen unnötig machen. Denn die Standler dürften die Getränke nur an Bändchen-Träger ausgeben. „Besucht man den Markt allerdings nur, um eine Weihnachtskugel zu kaufen, geht das ohne Einschränkung“, erläutert Hans Wieser vom Wolfgangsee Tourismus das Konzept.

Für Übernachtungsgäste der Hotellerie ginge es noch einfacher: Beim Einchecken ist ohnedies nachzuweisen, dass man geimpft, genesen oder getestet ist. Das Band für den Christkindlmarkt soll es, so gewünscht, gleich an der Rezeption geben. „Damit nehmen wir viel Druck weg“, ist Wieser überzeugt.

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