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Chronik Österreich
01/25/2021

1.009 Neuinfektionen in Österreich

Von Sonntag auf Montag sind 33 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus zu verzeichnen.

Die Zahl der Neuinfektionen in Österreich will auch nach Wochen harten Lockdowns nicht signifikant sinken, hinzu verbreiten sich die höher ansteckenden Mutationen immer mehr. Darum gelten ab heute auch verschärfte Maßnahmen (mehr dazu) in Österreich. 

Epidemiologe Gerald Gartlehner von der Donau-Uni Krems zeigte sich im Ö1-Morgenjournal nur bedingt überzeugt, dass die Maßnahmen auch die erhoffte Besserung (7-Tage-Inzidenz unter 50) bringen werden. Heute um 16:30 Uhr diskutieren Regierung, Experten und Länder weitere Schritte.

Eine kleine Besserung ist jedenfalls auszumachen: Von gestern auf heute wurden in Österreich 1.009 Neuinfektionen registriert. Das ist der geringste Wert seit mehr als drei Monaten. Allerdings wird am Wochenende weniger getestet und ausgewertet, weshalb die Zahlen am Montag immer niedriger sind. 

33 neue Todesfälle in Zusammenhang mit Corona wurden gezählt. Seit Beginn der Pandemie gibt es somit bereits fast 7.500 Tote in Österreich.

Langsam, aber stetig rückläufig ist die Zahl der Patienten, die im Spital behandelt werden müssen. Am Montag lagen 1.856 Infizierte im Krankenhaus - 29 mehr als am Sonntag, aber 161 weniger als vor einer Woche.

Weiter anhaltend hoch ist die Zahl der Intensivpatienten. 320 benötigten am Montag intensivmedizinische Versorgung - gleich viele wie am Sonntag.

Im Wochenvergleich sind es 14 weniger als vergangenen Montag. Weniger als 300 Covid-19-Erkrankte auf Intensivstationen gab es zuletzt am 1. November mit 291 Patienten. Der bisherige Höchstwert wurde mit 709 Coronavirus-Erkrankten am 25. November registriert.

Zahlen aus den Bundesländern

  • Burgenland: 44
  • Kärnten: 85
  • Niederösterreich: 211
  • Oberösterreich: 140
  • Salzburg: 72
  • Steiermark: 110
  • Tirol: 104
  • Vorarlberg: 61
  • Wien: 182

Aktuelle Entwicklungen

  • Neue Maßnahmen werden laut Epidemiologen wohl nicht ausreichen (mehr dazu)
  • Abstand, FFP2-Masken: Was ab heute gilt (mehr dazu)
  • Deutschland setzt auf Corona-Medikament (mehr dazu)
  • Neuseeland: Erster Corona-Fall seit Monaten (mehr dazu)
  • Südafrika-Mutationen könnten zu erneuten Infektionen führen (mehr dazu)
  • Tirol: Mit breiten Tests den Corona-Mutationen auf der Spur (mehr dazu)
  • Szekeres für rasche Impfung von Spitzenpolitikern: (mehr dazu)
  • Israel startet mit Impfung von Jugendlichen (mehr dazu)
  • NEOS: Infizierte Menschen später impfen (mehr dazu)
  • Polizei stoppte Corona-Party in Faschingswagen (mehr dazu)

Hospitalisierungen in Österreich

Maßgeblich für etwaige weitere Maßnahmen sind vor allem die Spitalskapazitäten. Grob gesagt gilt hier die 100-10-1-Regel: Von 100 infizierten Menschen müssen rund 10 hospitalisiert werden, einer davon landet auf der Intensivstation - und das meist gleich für mindestens 10 Tage. 

Wie die Bettenkapazitäten in Spitälern in den einzelnen Bundesländern aussieht, das zeigt die folgende Grafik. 

    Die folgende Grafik zeigt die 7-Tages-Inzidenz für ganz Österreich, heruntergebrochen auf Bezirksebene.

    Die sogenannte Inzidenz gilt als wichtiger Richtwert in der Pandemiebekämpfung. Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt die Zahl der Neuinfektionen innerhalb der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner an. Die 14-Tages-Inzidenz wird herangezogen, um langfristige Tendenzen besser darstellen zu können.

    In Deutschland etwa liegt die zulässige Obergrenze bisher bei 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. In Österreich ist eine solche Grenze nicht genau definiert. In der Corona-Ampel wird eine Region auf Rot gestellt, wenn es eien "hohe kumulative 7-Tages-Inzidenz relativ zur Bevölkerungsgröße" gibt. 

    Todesfälle in Österreich

    Österreichweit sind 7.389 Personen an den Folgen des Coronavirus verstorben.

    Corona-Hotspots in Österreich

    Folgende Grafik zeigt täglich die neuen Fälle gerechnet auf 100.000 Einwohner - gereiht nach Bezirk. 

    Anmerkung: Bei Bezirken unter 100.000 Einwohnern sind die Fälle statistisch hochgerechnet um eine Vergleichbarkeit zu gewährleisten. Die in dieser Kategorie angegebenen Neuinfektionen müssen also nicht den tatsächlichen Fällen entsprechen. 

    Testungen und Anteil positiver Tests

    Steigen die Zahlen nur, weil wir mehr testen? Diese Frage beschäftigte vor allem im Sommer die Corona-sensibilisierte Öffentlichkeit. Eine Antwort darauf kann die Positivrate bei den Testungen liegen. War diese im Sommer bei rund fünf Prozent, so landete sie im Herbst bei bis zu 25 Prozent. Wären steigende Neuinfektionszahlen nur auf vermehrte Tests zurückzuführen, dürfte sich der Anteil positiver Tests eigentlich nicht ändern. 

    Klicken Sie in die Kurve, um die genauen Anzahl der täglich neuen Testungen zu sehen. 

    Internationaler Vergleich

    Acht Monate nach Beginn der weltweiten Corona-Pandemie findet sich Österreich im weltweiten Spitzenfeld des Infektions-Geschehens wieder.

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