10.000 Arbeitsstunden: Ehrenamt ermöglicht Bau von neuer Feuerwehr
Eröffnung des neuen Feuerwehrhauses in Schwarzau am Steinfeld.
Wenn es brennt, sind sie zur Stelle – und das rund um die Uhr. Es gibt aber auch Zeiten, da brauchen Einsatzorganisationen wie die Freiwillige Feuerwehr Hilfe. In Zeiten massiver Teuerung und explodierender Baukosten waren es die helfenden Hände Hunderter Freiwilliger, die die neue Einsatzzentrale der Feuerwehr Schwarzau am Steinfeld überhaupt erst möglich machten.
In den zwei Jahren Bauzeit wurden rund 9.900 Stunden freiwillige Arbeit geleistet, nicht nur von Feuerwehrmitgliedern selbst. Auch Familienangehörige, Freunde und handwerkliche Helfer kamen, um unentgeltlich zu bohren, sägen, betonieren oder um Wände zu streichen und Böden zu verlegen. „Selbst Pater Martin packte tatkräftig mit an und unterstützte beim Aufbau der Stiege“, weiß Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (ÖVP).
Feierliche Eröffnung und Feuerwehrjubiläum
Mit einem großen Festakt und rund 1.000 Gästen wurde am Sonntag das neue Feuerwehrhaus der Freiwilligen Feuerwehr Schwarzau am Steinfeld offiziell eröffnet. Feuerwehrleute aus vier Bundesländern waren der Einladung von Kommandant Thomas Streng gefolgt, stand mit dem 140-jährigen Bestehen auch ein besonderes Jubiläum der Feuerwehr an.
Ein Jubiläum, das eindrucksvoll zeigt, wie tief Einsatzbereitschaft, Kameradschaft und Ehrenamt in der Gemeinde verwurzelt sind, hieß es bei der Feier. Laut Teschl-Hofmeister steht der Geburtstag der Einsatzorganisation für „140 Jahre Hilfeleistung, Verantwortung und Einsatz für die Mitmenschen“.
Das neue Feuerwehrhaus stellt eines der größten Infrastrukturprojekte der Region dar. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 3,3 Millionen Euro. Nach der Suche nach einem geeigneten Grundstück und dessen Ankauf konnte im Mai 2024 mit der Bauphase begonnen werden. Und die war auch von steigenden Baukosten geprägt.
In die Sicherheit der Bevölkerung investiert
„Ohne den außergewöhnlichen Einsatz der Feuerwehrkameraden wäre dieses Projekt niemals möglich gewesen“, erklärte Bürgermeisterin Evelyn Artner (ÖVP). Wie es vonseiten der umliegenden Gemeinden heißt, wurde mit dem Neubau vor allem in die Sicherheit der Bevölkerung investiert, meint Bürgermeister Bernhard Karnthaler aus Lanzenkirchen (Bezirk Wiener Neustadt).
Steigende Kosten
Die Feuerwehren seien das Rückgrat der Gemeinden und würden tagtäglich Verantwortung übernehmen – freiwillig und rund um die Uhr, so der Tenor. Ein Thema beim Festakt waren freilich auch die steigenden Einsatzkosten für Organisationen wie die Feuerwehr. Besonders die hohen Spritpreise setzen Blaulichtorganisationen unter Druck. In NÖ legt die Feuerwehr rund eine Million Kilometer pro Jahr zurück.
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