Neunkirchen wählt: „Unschöner“ Wahlkampf steht am Pranger
Am 31. Mai steht in Neunkirchen die Bürgermeisterwahl an.
Knapp zwei Wochen vor der Neuwahl in Neunkirchen wird der Ton unter den politischen Parteien immer rauer. Die SPÖ, die bislang im Diskurs auffallend zurückhaltend war, spricht von einem „unschönen“ Spektakel.
Besonders den Schlagabtausch zwischen den Freiheitlichen und der Volkspartei sieht SPÖ-Spitzenkandidat Günther Kautz kritisch.„Sie richten sich permanent irgendwelche Anschuldigungen aus, anstatt Vorschläge für eine positive Zukunft unserer Stadt im Fokus zu haben“, sagt Kautz.
SPÖ-Spitzenkandidat Günther Kautz
SPÖ fragt: Welcher Systemwechsel?
Besonders die Plakatkampagne von FPÖ-Spitzenmann Helmut Fiedler mit der Forderung nach einem „Systemwechsel“ ist für Kautz entbehrlich. „Was für ein Wechsel soll das sein? Von einer Demokratie zur Autokratie? Dann fordert die FPÖ noch eine Hausordnung für Neunkirchen. Da kann man nur mehr fragen: Geht“s noch?„, meint der SPÖ-Spitzenkandidat.
Besonders bedenklich findet die SPÖ, dass die Freiheitlichen “unsere Vereine abklappern und versuchen, diese und ihre Mitglieder mit Bargeld durch eine plötzliche Spende zu kaufen. Ganz im Geiste von Jörg Haider, der schon im Kärntner Wahlkampf Bargeld auf der Straße verteilt hat„, sagt Kautz.
Der Neunkirchner SPÖ-Chef sieht seine Chance gekommen, es seinem Vater gleichzutun und die Stadt wieder rot zu regieren.Herbert Kautz war von 1993 bis 2005 sozialdemokratischer Stadtchef in Neunkirchen.
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