Neuwahl: Wer Neunkirchen „nach vorne“ bringen will
ÖVP-Landesgeschäftsführer Matthias Zauner, Stadtrat Armin Zwazl, Stefanie Tomrle (Listenplatz 2), Bürgermeister Peter Teix, Stadträtin Asita Aschraf und Landtagsabgeordneter Hermann Hauer.
Der Wahlkampf in Neunkirchen steckt in der heißen Phase. Am 31. Mai wird nach den Turbulenzen der vergangenen Monate neu gewählt, und die Vorzeichen könnten nicht spannender sein.
Denn durch den Rauswurf von Vizebürgermeister Marcus Berlosnig und sechs seiner Mandatare aus der Freiheitlichen Partei wurden die Karten völlig neu gemischt. Neben der ÖVP, die mit Peter Teix derzeit den Bürgermeister stellt, tritt die FPÖ, SPÖ, die Grünen und Berlosnig mit seiner neu gegründeten Bürgerliste zur Wahl an.
FPÖ-Landeshauptfraustellvertreter Udo Landbauer mit Helmut Fiedler beim Wahlkampf in Neunkirchen
Wer von dem offen ausgetragenen Zwist zwischen ÖVP, FPÖ und Berlosnigs Bürgerliste profitieren will, ist die SPÖ mit Spitzenkandidat Günther Kautz. „Zusammenhalt und Aufbruch, das ist mein Motto für das Amt des Bürgermeisters. Vorbei sollen die Zeiten sein, wo dies nur plakativ am Rathaus hing. Ich gehe auf alle Neunkirchner gleichermaßen zu, Ausgrenzung und politische Stigmatisierung von Teilen der Neunkirchner Bevölkerung wird es mit mir nicht geben“, so Kautz.
Doppelmoral
Für Marcus Berlosnig ist die „Doppelmoral“ der FPÖ derzeit der größte Angriffspunkt. Fiedler fordert laufend Einsparungen bei der Verwaltung von Neunkirchen und die Kürzung von Politikergehältern. „Es ist aus unserer Sicht schlicht unredlich, wenn ein Landtagsabgeordneter mit einem Einkommen von rund 8.000 Euro im Monat und gleichzeitig als Landesgeschäftsführer weitere rund 8.000 Euro bezieht, über einen Dienstwagen samt Chauffeur verfügt und nun auch noch das Amt des Bürgermeisters anstrebt, gleichzeitig aber Kündigungen und Einsparungen bei Gemeindebediensteten fordert“, so Berlosnig.
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