Neunkirchen: FPÖ-Landesgeschäftsführer will Stadtchef werden

Helmut Fiedler geht für die Freiheitlichen als Spitzenkandidat ins Rennen. Er will „Vollzeit-Bürgermeister“ werden.
FPÖ-Team: Bernd Trenk, Helmut Fiedler und Wilhelm Haberbichler

Am 31. Mai wird in Neunkirchen neu gewählt. Nach der SPÖ haben am Dienstag auch die Freiheitlichen die Katze aus dem Sack gelassen und präsentiert, mit welchem Spitzenkandidaten sie in die Neuwahl gehen werden.

Bürgermeister-Anspruch

Die FPÖ wird in Neunkirchen mit ihrem Landesgeschäftsführer und Landtagsabgeordneten Helmut Fiedler an der Spitze des freiheitlichen Teams ins Rennen gehen. Und Fiedler stellt sogar den Bürgermeister-Anspruch.

Sollte die Fraktion von den Wählerinnen und Wählern mit ausreichend Stimmen ausgestattet werden, will Fiedler selbst als „Vollzeit-Bürgermeister“ für die Neunkirchner da sein.

Wie Fiedler am Dienstag im Zuge einer Pressekonferenz in Neunkirchen erklärte, habe er die „Schnauze voll“ von den politischen Streitigkeiten in der Bezirkshauptstadt. „Schluss mit dem Zudecken und Vertuschen, es muss das Motto gelten: Alles für die Bevölkerung. Wie soll ein System, das die Stadt gegen die Wand fährt, dazu beitragen, dass es besser wird? Wir Freiheitliche treten an, um das Chaos zu beenden und Neunkirchen vom Pannenstreifen wieder auf die Überholspur zu bringen“, sagte Fiedler.

2020 holte Fiedler drei Mandate

Fiedler hatte schon einmal in Neunkirchen eine Gemeinderatswahl geschlagen. Im Jahr 2020 holte er als FPÖ-Spitzenkandidat drei Mandate, schied aber wenig später aus beruflichen Gründen aus dem Gemeinderat aus. An Fiedlers Seite stellen die FPÖ-Gemeinderäte Wilhelm Haberbichler und Bernd Trenk das Spitzenteam der Stadtpartei dar.

„Alles war in Neunkirchen wichtiger als die Bevölkerung: Macht, Posten, das eigene System. Wir erlebten Chaos, Streit und einen finanziellen Scherbenhaufen – und einmal mehr muss die Bevölkerung für die Unfähigkeit der Politik bezahlen. So darf es aber nicht weitergehen - wir werden Neunkirchen wieder auf die Überholspur bringen“, erklärte Bernd Trenk im Zuge der Pressekonferenz.

„Ich verspreche Haltung, keine Wunder“

Sollte die FPÖ nach dem 31. Mai den Bürgermeister stellen, hat Fiedler bereits einige Punkte angekündigt, die er rasch umsetzen möchte. Ab dem „Tag 1“ will er die Politikergehälter auf das äußerste Minimum reduzieren. Eingespart soll außerdem in der Verwaltung werden „und nicht bei den Bürgern, Familien und Vereinen. Jeder Euro, der ausgegeben wird, muss Neunkirchen dienen.“

Fiedler will außerdem die im vergangenen Herbst beschlossenen Gebührenerhöhungen zurücknehmen. „Ich trete an, um den Rucksack, den die ÖVP den Neunkirchnern umgehängt hat, zu tragen. Ich verspreche Haltung, keine Wunder.“

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