Chronik | Oberösterreich
07.10.2018

„Will 2020 Olympia-Gold in Japan“

ORF-Diskussion. Oberösterreich hat eine neue goldene Leichtathletik-Generation

„Ich trainiere für Gold bei den Olympischen Spielen 2020 in Japan. Was letzten Endes herauskommt, hängt von vielen Faktoren ab. Aber natürlich will man eine Medaille haben. Am besten die Goldene. Dafür steht man jeden Tag auf und dafür trainiert man. Aber man hat heuer bei der Europameisterschaft in Berlin bei der Qualifikation gesehen, dass es nicht gut laufen kann. Es muss am Tag X so viel passen und man muss von Haus aus eine so gute Leistung bringen, dass man das Glück, das man braucht, auf ein Minimum reduzieren kann.“ Lukas Weißhaidinger, 26-jähriger Diskuswerfer aus Taufkirchen an der Pram und Dritter der heurigen Europameisterschaft in Berlin, gab bei der ORF-Diskussion Treffpunkt Sport Montagabend im Landesstudion freimütig Auskunft über sein Streben.

Verena Preiner, 23-jährige Siebenkämpferin aus Ebensee, rechnet noch nicht mit einer Medaille in Tokio. „Ich möchte aber vorne mitmischen und mich in der Weltspitze etablieren.“ 2024 werde man sehe, wie weit es nach vorne gehen könne.

„Ist Oberösterreichs neue goldene Leichtathletik-Generation nur Zufall oder das Resultat erfolgreicher, akribischer Aufbau- und Nachwuchsarbeit?“, fragte Moderator Dennis Bankowsky. Für Gregor Högler, den Trainer von Weißhaidinger, hängt der Erfolg davon ab, ob angestellte Trainer für die Sporttalente zur Verfügung stehen. „Wir brauchen Trainerteams, die nicht nur ein Jahr, sondern zehn Jahre lang arbeiten.“

Sportreferent Landeshauptmannstellvertreter Michael Strugl freute sich, dass nun die Saat aufgeht. „2012 in London hatten wir noch eine Nullnummer.“ Heute gebe es ein kleines Leichtatlethik-Wunder. Lauf-Nationaltrainer Günther Weidlinger verwies auf die neue Leichtathletikhalle und das neue Olympiazentrum. Roland Werthner, Obmann der TGW Zehnkampf-Union, hob die Wichtigkeit der Aufbauarbeit in den Vereinen hervor.