Wer das Kind in den Teich gelegt hat, ist noch unklar.

© APA/WERNER KERSCHBAUMMAYR

Chronik Oberösterreich
06/13/2020

Totes Baby in Teich in Freistadt gefunden

Der Hintergrund ist noch unklar. Die Ermittlungen laufen. Die Obduktion soll am Montag beginnen.

von Petra Stacher

VonPetra StacherEinen schrecklichen Fund machte am Freitagabend ein Spaziergänger in Freistadt: Der 40-Jährige entdeckte  gegen 19 Uhr im Uferbereich des Pregartenteichs eine Babyleiche im Wasser treibend und alarmierte sofort die Einsatzkräfte.

Das kleine Mädchen dürfte unmittelbar nach der Geburt in den Teich geworfen worden sein,  an ihm hing noch die Nabelschnur. Laut verständigtem Arzt sei es bereits lebensfähig gewesen. Ob das Baby schon vor dem Ablegen tot war oder erst aufgrund dessen gestorben ist, soll laut Staatsanwaltschaft Linz durch eine Obduktion festgestellt werden.

Diese soll auf KURIER-Anfrage am Montag beginnen, die Ergebnisse werden jedoch erst in ein paar Wochen erwartet.

Fahndung auf Hochtouren

Auch wer den Säugling wann ins Wasser gelegt hat, war am Samstag noch Gegenstand der Ermittlungen des Landeskriminalamtes. Vermutlich dürfte der Säugling direkt nach der Geburt in den Fischteich hinter dem Freistädter Brauhaus gegeben worden sein.

„Es lag noch nicht lange im Wasser“, hieß es von der Polizei. Das tote Baby trieb nur wenige Meter vom Ufer entfernt, als es der Spaziergänger entdeckte. Ein weiterer Passant holte es schließlich mit einem Kescher aus dem Teich.

Die Fahndung nach der Mutter lief am Samstag auf Hochtouren, vorerst ohne Erfolg: Die Polizei bittet nun Zeugen, die Hinweise zur Mutter geben können, sich beim Landeskriminalamt Oberösterreich unter 059133 40 3144 oder bei anderen Polizeidienststelle zu melden.

Um Müttern zu helfen, die sich mit ihrem Kind überfordert fühlen, oder es aus diversen Gründen nicht behalten wollen, gibt es in Österreich seit dem Jahre 2000 die sogenannte Babyklappe.  Das Angebot ist völlig anonym und kostenlos und bietet die Möglichkeit, sein Baby an einen sicheren Ort zu bringen, an welchem es gut versorgt wird.

Die erste Babyklappe – auch Babynest genannt – wurde in Wien eröffnet. Bis auf das Burgenland gibt es mittlerweile in jedem Bundesland eine – in Oberösterreich sogar vier: Im Kepler Universitätsklinikum in Linz, im Klinikum Wels-Grieskirchen, im Salzkammergut-Klinikum Vöcklabruck und im Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Ried.

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