Technik-Uni kommt vor Medizin-Uni

Oberösterreich setze falsche Prioritäten, sagt die Industrie. Zuerst müsse es eine Technik-Uni geben, bevor eine Medizin-Uni subventioniert werde.

Wenig Freude hat die oberösterreichische Industriellenvereinigung mit der Forderung nach einer medizinischen Universität.  „Unsere erste Priorität  ist und muss der Ausbau der Technik sein. Hier haben wir den größten Mangel und den höchsten Nachholbedarf, was Wachstum kostet“, sagte Präsident Klaus Pöttinger am Nikolaustag  bei der Medienlounge 2011 im Haus der Industrie. Oberösterreich habe nur 13 Prozent der Fachhochschul-Studenten Österreichs und die technisch-naturwissenschaftliche Fakultät der Kepler-Universität sei mit rund 350 Absolventen viel zu klein. Die Kepler-Universität  bekomme nur 4,13 Prozent des Uni-Budgets Österreichs.


„Dass das Land  für den Ausbau einzelner technischer Fachhochschul-Studiengänge kein Geld zur Verfügung stellt und gleichzeitig das x-Fache für eine Medizinuniversität avisiert, können wir nicht unwidersprochen hinnehmen“, so Pöttinger. „Diese Ungleichbehandlung können wir im Industrieland Nummer 1 nicht zulassen, weil wir es sind, die für Wachstum und Wohlstand in diesem Land sorgen.“

( Kurier ) Erstellt am 10.12.2011